Vorletzte Station auf Nahostreise
Schröder in Israel mit militärischen Ehren begrüßt

Israel ist Schröders vorletzte Station auf seiner fünftägigen Nahostreise, die ihn bereits nach Ägypten, Libanon, Jordanien und Syrien geführt hat.

ap JERUSALEM. Bundeskanzler Gerhard Schröder ist am Dienstagmittag zu einem eintägigen Besuch in Israel eingetroffen und von Ministerpräsident Ehud Barak mit militärischen Ehren begrüßt worden. Israel ist Schröders vorletzte Station auf seiner fünftägigen Nahostreise, die ihn bereits nach Ägypten, Libanon, Jordanien und Syrien geführt hat. Seine Reise will der Regierungschef nach einem Besuch in Bethlehem in den palästinensischen Autonomiegebieten am Mittwochnachmittag beenden und nach Berlin zurückkehren.

Obwohl Schröder immer wieder betont hat, nicht als Vermittler im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern wirken zu wollen, wird von seiner Visite in Jerusalem mehr erwartet als ein reiner Antrittsbesuch. Barak hatte im Vorfeld erklärt, Schröder sollte zusammen mit den Europäern seinen Einfluss auf den palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat nutzen, damit dieser die Gewalt beende und an den Verhandlungstisch zurückkehre.

Schröder wird das Grab von Rabin besuchen

Nach einem Gespräch mit Barak steht eine Begegnung mit dem israelischen Präsidenten Mosche Katsav auf dem Programm des Kanzlers. Anschließend an den Besuch bei dem israelischen Parlament (Knesset) plant Schröder einen Gang zum Grab des vor fünf Jahren ermordeten Ministerpräsidenten Jizchak Rabin. In der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem legt der Kanzler einen Kranz nieder. Der offizielle Besuchstag in Israel klingt mit einem Abendessen aus, das Barak für seinen Gast gibt.

Der Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde in der Bundesrepublik, Abdallah al Frangi, sagte im ARD-Hörfunk von Gaza aus, allein die Tatsache, dass Schröder in der gegenwärtigen Lage seinen Besuch nicht abgesagt habe, sei positiv. Der Kanzler lerne zudem eine neue Generation arabischer Politiker kennen. Jedes Gespräch hinterlasse Spuren. Insofern habe Schröder doch eine Vermittlerfunktion. Die Palästinenser respektierten, dass Deutschland ein besonderes Verhältnis zu Israel habe. Aber Arafat wolle dem Kanzler nahe bringen, dass die Palästinenser nicht die Gewalt gesucht hätten.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%