Vormittagshandel
Europäische Börsen im Sog der Nasdaq leichter

Die größten Kursrückgänge seien erneut bei den Technologiwerten verzeichnet worden, sagten Händler.

Reuters FRANKFURT. Die europäischen Börsen haben am Donnerstagvormittag im Sog der schwächeren Nasdaq nachgegeben. Die größten Kursrückgänge seien erneut bei den Technologiwerten verzeichnet worden, sagten Händler. "Auch wenn ich optimistisch wäre, würde ich nicht in Aktien der "neuen Ökonomie" investieren", sagte ein Fondsmanager. Er wies auf die nach Börsenschluss bekannt gegebene Gewinnwarnung von Gateway hin. Die US-Technologiebörse schloss am Mittwoch noch vor der Gewinnwarnung von Gataway um 1,03 % niedriger bei 2 706,93 Punkten. Der Dow Jones unterdessen ging mit einem Plus von 1,16 % bei 10 629,11 Zählern aus der Sitzung. Der Nasdaq - und der S&P-500-Future deuten mit einem Minus von 63 Punkten auf 2 467 Zähler beziehungsweise 11,3 Punkten auf 1 324,1 Zähler auf eine schwächere Eröffnung der Wall Street hin.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz verloren bis gegen 11.30 Uhr 2,13 % auf 4 624,19 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 2,08 % auf 4 805,37 Punkte nachgab.

London - US-Technologiewerte belasten

An der Londoner Börse wurden die Aktien von den Gewinnwarnungen der US-Unternehmen Altera und Gateway belastet, sagten Händler. Der FTSE verlor 1,16 % auf 6 093,1 Zähler. Das Börsenschwergewicht Vodafone gab um 2,44 % auf 240 Pence nach. Unter den High-Tech-Werten gehörten ARM mit einem Minus von 8,92 % auf 423-1/2 Pence zu den größten Verlierern. Nach guten Halbjahreszahlen legten Great Universal Stores gegen den Trend um 1,4 % auf 523-1/2 Pence zu.

Zürich - Defensive Titel stützen

Das Abwärtspotenzial der Schweizer Börse wurde Marktteilnehmern zufolge von einer robusten Nachfrage bei defensiven Titeln limitiert. Der SMI gab um 0,93 % auf 7 990,40 Punkte nach. Die Finanzwerte hätten aufgrund der Sorgen um die Geschäftsentwicklung der Technologieunternehmen aber ebenfalls unter Druck gestanden. Kudelski rutschten im Sog der schlechten Nasdaq-Vorgaben bei hohen Umsätzen um 19,9 % auf 1775 sfr ab.

Paris - Alcatel-Zahlen ohne Wirkung

In Paris präsentierte sich die Börse im Schlepptau der Nasdaq deutlich schwächer. Der CAC40 büßte 2,18 % auf 5 928,82 Zähler ein. Die am Mittwoch veröffentlichten guten Umsatzzahlen von Alcatel seien vom Markt weitgehend ignoriert worden. Die Aktie verlor 6,07 % auf 57,20 Euro. Renault litten unterdessen unter einer angekündigten Rückrufaktion und gaben um 0,37 % auf 53,95 Euro nach.

Mailand - Nasdaq gibt die Richtung vor

Die italienischen Aktienwerte sind der Nasdaq in negatives Territorium gefolgt, berichteten Marktteilnehmer. Der Mib30 tendierte 1,39 % im Minus bei 47 086 Zählern. Unter Druck standen vor allem Technologiewerte wie Olivetti oder Telecom Italia. Die Aktien verloren 2,68 % auf 3,41 Euro beziehungsweise 2,47 % auf 13,47 Euro. Sanpaolo gaben nach dem Einstieg bei der Sparkasse Forli um 3,07 % auf 17,82 Zähler nach.

Madrid - In nervösem Handel leichter

An der madrilenischen Börse haben die Aktien nach Aussagen von Händlern bei nervösem Geschäft nachgegeben. Der Ibex büßte zwei Prozent auf 9 287,4 Punkte ein. Belastend wirkten sich dabei insbesondere die Sorgen um die anhaltend hohen Ölpreise, die Gewinnentwicklung der Unternehmen und die politische Unsicherheit in den USA aus. Ermittlungen der EU-Kommission wegen der Subventionen für die spanische Energiewirtschaft setze die Aktien diese Branche zusätzlich unter Druck, hieß es. Telefonica rutschten 2,9 % im Minus auf 18,06 Euro.

Amsterdam - Technologiewerte führen Aex ins Minus

Die Verluste bei den Technologiewerten haben den niederländischen Aktienmarkt in negatives Territorium geführt, sagten Börsianer. Der Aex gab um 1,46 % auf 652,84 Euro nach. ASM Lithography büßten ihren vierprozentigen Gewinn vom Mittwoch wieder ein und verloren 7,25 % auf 23,93 Euro. Börsenriese Philips tendierte 7,25 % niedriger bei 38,45 Euro.

Wien - CyberTron nach Zahlen schwächer

Die österreichischen Aktienwerte tendierten dem europäischen Trend entsprechend schwächer. Der ATX lag verlor am Vormittag 1,46 % auf 1 083,83 Euro. Im Mittelpunkt des Interesses standen erneut CyberTron, die nach der Rally der vorangegangenen Tage 15,29 % leichter bei 7,20 Euro tendierten. Die zuvor veröffentlichten Quartalszahlen hätten innerhalb der Erwartungen gelegen und der Ausblick sei eher enttäuschend, sagten Händler.

Brüssel - Fast unverändert

In Brüssel tendierten die Aktienwerte am Donnerstagvormittag knapp behauptet. Der Bel20 notierte praktisch unverändert bei 2 956,93 Punkten. Die freundlichen Vorgaben des Dow Jones limitierten nach Aussage von Börsianern das Abwärtspotenzial. Unter Druck standen zunächst KBC, die am Mittwochabend Rückstellungen für ihre Kredite an den angeschlagenen Softwarehersteller Lernout & Hauspie angekündigt haben. Die Aktie erholte sich jedoch und lag zuletzt 0,27 % im Plus bei 45,10 Euro.

Stockholm - Ericsson und Nokia belasten

Die Stockholmer Börse wurde Händlern zufolge von Verlusten der Schwergewichte Ericsson und Nokia unter Druck gesetzt. Der OMX rutschte um 2,38 % auf 1 084,87 Zähler ab. Ericsson verloren vier skr auf 112,00 skr und Nokia 20,00 skr auf 413,00 skr. Beide Titel litten unter den schlechten US-Vorgaben, hieß es. OM Gruppen brachen nach Presseberichten über die geplante Etablierung einer konkurrierenden Handelsplattform für Aktien durch mehrere schwedische Banken um 30,00 skr auf 255,00 skr ein.



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