Vorrunde der Eishockey-WM
Zach-Team schockt Schweiz

Ralph Kruegers Rocky-Trick wirkte nicht, die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat die Schweiz eiskalt ausgeknockt. Am zweiten Vorrunden-Spieltag der Weltmeisterschaft gewann das deutsche Team am Sonntag in Jönköping das Duell mit dem Erzrivalen Schweiz mit 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) und buchte mit dem Zwischenrunden-Ticket auch die Fahrkarte zur kommenden WM in Finnland.

dps JÖNKÖPING. Vor 3500 Zuschauern machten Daniel Kreutzer (10. Minute), Stefan Ustorf (21.) und Kapitän Jürgen Rumrich (41.) den Klassenerhalt und den zweiten Gruppenplatz bereits vor dem Vorrunden-Finale an diesem Montag (20.00 Uhr/Premiere live) gegen Weltmeister Tschechien perfekt.

In der zweiten Runde treffen die Schützlinge von Bundestrainer Hans Zach voraussichtlich auf Olympiasieger Kanada, die USA und Lettland. "Ich bin froh, dass wir wichtige zwei Punkte in die nächste Runde mitnehmen. Die Jungs haben alle ihr Bestes gegeben. Disziplin, Einstellung und Zusammenhalt sind lobenswert", stellte Zach fest.

Maßlos enttäuscht war dagegen der Schweizer Trainer Krueger. "Wenn man das Powerplay und über dreißig Schüsse aufs gegnerische Tor nicht nutzt, dann kann man Deutschland nicht schlagen", sagte der Deutsch- Kanadier.

"Viertelfinale wäre schon etwas Feines"

"Der Druck ist jetzt weg. Wir können mit Trippelschritten voran gehen und kommen vielleicht ins Viertelfinale. Das wäre schon etwas Feines", sagte WM-Neuling Andreas Morczinietz, der wie beim 9:2- Kantersieg am Freitag gegen Japan eine überzeugende Leistung zeigte. Bester Spieler in der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) war aber Torhüter Marc Seliger.

"Er war fantastisch, sensationell", lobte DEB-Sportdirektor Franz Reindl den Nürnberger. Mit Weltklasse-Paraden brachte er die Schweizer, die nach dem 0:5 gegen Tschechien die zweite Pleite kassierten, zur Verzweiflung. Die Eidgenossen kassierten eine ähnlich bittere Niederlage wie auf den Tag vor einem Jahr beim 1:3 in Köln zum WM-Auftakt in Deutschland.

Angriffe des Gegners souverän abgewehrt

"Nur nicht blindlings ins Verderben rennen", hatte Zach seine Mannschaft vor dem 102. Prestigeduell gegen die Eidgenossen gewarnt. Die Schweizer, die von ihrem Coach Ralph Krueger am Vorabend mit dem Hollywood-Drama "Rocky II" motiviert worden waren, begannen stürmisch. Aber das DEB-Team hielt sich an Zachs Ansage, wehrte die Angriffe des Gegners souverän ab und wartete geduldig auf seine Chance. Als der Schweizer Verteidiger Matthias Seger auf der Strafbank saß, brachte Daniel Kreutzer (10.) die DEB-Auswahl mit seinem ersten Turniertor in Führung.

Das zweite Drittel hatte gerade begonnen, als Stefan Ustorf (21.) das 2:0 für sein erneut in Überzahl agierendes Team erzielte. Den Grundstein zum Erfolg legte Seliger, der im zweiten Drittel bei insgesamt 13 Minuten Unterzahl für Deutschland und der Hinausstellung von Len Soccio die Nerven bewahrte und den Vorsprung hielt. Als Rumrich (41.) mit seinem 25. Länderspieltor das 3:0 schoss, war die runde 1500 deutschen Fans nicht mehr zu halten und stimmten wieder ihr "Karneval in Schweden" ab.

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