Vorschau auf die Leichtathletik
Leichtathleten mit neuem Selbstbewusstsein

Das Signal war deutlich: Mit der Bronzemedaille im Kugelstoßen hat Nadine Kleinert dem 77-köpfigen deutschen Leichtathletik-Team das Maß vorgegeben. Die DLV-Athleten hoffen, die Schmach der WM 2003 in Paris bei Olympia wieder wett machen zu können.

HB ATHEN. "Bei der WM 2001 in Edmonton habe ich auch die erste Medaille gewonnen und danach kam eine nach der anderen", sagte Kleinert. Seinerzeit holte sie Silber und die Auswahl des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gewann sieben Medaillen. "Das ist ein Signal für die ganze Mannschaft", sagte Cheftrainer Bernd Schubert zu Kleinerts Bronzemedaille vor dem Auftakt der Entscheidungen im Olympiastadion am Freitag.

Am ersten Leichtathletik-Tag gibt es für die deutschen Aktiven allerdings noch nicht viel zu holen. Während die 10 000 m als erster Höhepunkt ohne deutsche Beteiligung stattfinden, ist Geher Andre Höhne über 20 km aufgrund seiner Jahresbestzeit von 1:21,27 Minuten kein Kandidat für eine Spitzenplatzierung. Dies spielt in Schuberts Prognose jedoch keine Rolle. "Wir wollen das Machbare zeigen und uns möglichst Richtung Saisonbestmarke steigern", erklärte der Cheftrainer, der dieses Amt nach den Spielen abgibt.

Auf eine Initialzündung durch Nadine Kleinerts dritten Platz hofft auch Europameister Ingo Schultz, der am Freitagabend seinen Vorlauf über 400 m bestreitet. "Es ist wichtig, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht und die Stimmung steigt. Dann fehlt nur noch das Quäntchen Glück", meinte der Hamburger. Vor allen Dingen sieht er in Kleinerts Bronze-Stoß auch ein gutes Vorzeichen für seine Läufe. "Das ist hoffentlich ein gutes Omen - nicht nur für die Mannschaft, sondern auch für mich", sagte Schultz und erinnerte daran, dass er bei der WM in Edmonton als 400-m-Zweiter die zweite Medaille nach Kleinert für das DLV-Team gewonnen hatte.

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