Vorschau auf die Leichtathletik-WM
Im WM-Stadion sind noch Plätze frei

HB EDMONTON. Das Interesse an der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im kanadischen Edmonton ist für die Zukunft dieser Sportart in Nordamerika von großer Bedeutung. In der Konkurrenz mit den Profisportarten Baseball, Basketball, Eishockey und American Football, deren Einnahmen aus Fernsehrechten immer weiter steigen, soll die olympische Kernsportart Boden gut machen. Aber bisher steht nur ein Sieger fest: Die Regiom profitiert enorm, der wirtschaftliche Nutzen für die Provinz Alberta wird auf 387 Millionen kanadische Dollar geschätzt. Das Bruttosozialprodukt der Provinz soll sogar um etwa 200 Millionen kanadische Dollar steigen. Auch die Einwohner der Stadt profitieren in jedem Fall von der WM. Für 40 Millionen Dollar werden Stadion und Trainingsstätten neugebaut oder saniert. "Eine enorme Summe für den Breitensport wie Fußball oder Leichtathletik", erklärte Rick LeLacheur, Präsident von Edmonton 2001.

Erfolg der WM noch fraglich

Ob die Veranstaltung selbst da mithalten kann, steht in den Sternen. Denn bisher lockten nur die Leichtathletik-Wettkämpfe der Olympischen Spiele die amerikanischen Zuschauer vor den Bildschirm. Zur besten Sendzeit sollen jetzt Maurice Greene und Marion Jones bei den Live-Übertragungen von ABC und dem zum Network gehörenden Sportkanal ESPN die Amerikaner vor die Mattscheibe locken. Denn von den Gastgebern selbst ist nicht viel zu erwarten. Die Kanadier haben kaum Medaillenchancen, die Angst herrscht vor, wie schon bei den Olympischen Spielen in Sydney kein Edelmetall zu gewinnen.

Fraglich ist zur Zeit nur, ob die Bevölkerung die Veranstaltung annimmt. Denn das Commonwealth-Stadion ist noch an keinem Tag ausverkauft und die Zuschauer bekommen noch regelrecht Nachhilfe in Sachen Leichtathletik. Ansager erklären in den einzelnen Blöcken die Regeln und die Zeitung Edmonton Journal gab am vergangenen Wochenende als Beilage ein Lexikon mit den Fachbegriffen heraus. Schließlich soll das Stadion immer gut gefüllt sein, um sich nicht vor den schätzungsweise vier Milliarden Fernsehzuschauer nicht zu blamieren

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