Vorschlag von Fritz Kuhn
Grüne wollen beim Ehegattensplitting kürzen

Grünen-Chef Fritz Kuhn hat sich für eine Kürzung des Ehegattensplittings bei Paaren mit hohem Einkommen ausgesprochen.

dpa BERLIN. "Wir geben heute für das gesamte Ehegattensplitting 23 Mrd. Euro aus. Wir glauben, dass man davon bei den höheren Einkommen etwa 2,5 bis 3 Mrd. abschmelzen kann", sagte er der Heidelberger "Rhein-Neckar-Zeitung". "Der maximale Splittingvorteil liegt derzeit bei einem Jahresgehalt von 105 000 Euro bei 8 000 Euro pro Jahr. Wenn man davon 500 Euro wegnimmt, kämen wir schon ganz schön weit. Das Geld wollen wir übrigens zur Bekämpfung der Kinderarmut einsetzen."

Beim Ehegattensplitting werden die Einkommen beider Eheleute für die Berechnung der Einkommenssteuer addiert und danach halbiert. Dabei kann das zweite Einkommen auch Null sein. Der Vorteil aus dem Splitting ist umso größer, je weiter die beiden Einkommen auseinander liegen. Kritisiert wird an dieser Art der Familienförderung, dass es dem Prinzip der individuellen Besteuerung nach Leistungsfähigkeit widerspreche und auf einem nicht mehr zeitgemäßen Familienbegriff basiere.

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