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Vorsicht, Aktionäre: Frostgefahr!

Ziehen Sie sich warm an, obwohl die Außentemperaturen steigen, denn: Die Nachrichtenlage ist ausgesprochen "frostig"!

Ich könnte mir vorstellen, dass vielen von Ihnen die Frühstücksbrötchen heute nicht so recht geschmeckt haben, mussten Sie doch Schlagzeilen wie "Telekom macht Rekordverlust", "Siemens vor Gewinneinbruch" und "Stürmische Zeiten für Allianz" verdauen. Schon der Sonntag war durch Aufmacher wie "Deutschland versinkt in schwerer Finanzkrise" verdorben. Kein Wunder, wenn das Handelsblatt heute titelt: "Das große Zittern beginnt."

Auch wenn mein erzgebirgisches Wetterhäuschen - seit gut 4 Wochen ein absolut zuverlässiger Indikator für die Dax-Tagestendenz - heute morgen nur "uneinheitlich" signalisierte - spätestens ab Wochenmitte drohen uns weitere Tiefschläge aus Politik und Wirtschaft. Aktienfans sollten sich auf weitere Belastungsproben und heftige Einzelbewegungen einstellen.

Auf der am Samstag zu Ende gegangenen Anleger-Messe IAM in Düsseldorf, der größten und ältesten ihrer Art, hatten es Optimisten dementsprechend schwer, die bereits leidgeprüften Zuhörer zu über- zeugen. Ohnedies dominierten in den zahlreichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen die vorsichtigen, die leisen Töne. Ich teile die These, dass in einer derart brisanten Wirtschafts- und Börsen-Phase für die meisten Bürger das langfristige Sparen mit dem Ziel des Vermögensaufbaus bzw. der Vermögenssicherung Priorität haben sollte und nicht etwa das Stock-Picking. So fanden auf der IAM auch die Gold-Gurus viel Gehör, obwohl ich mich mit deren Preisvorstellungen von bis zu 600 Dollar je Feinunze in absehbarer Zeit nicht anfreunden kann.

Schade, dass nur halb so viele Anleger wie vor zwei Jahren die Messe besucht haben. Wenn das ein Hinweis auf die Entwicklung der Aktionärszahlen in Deutschland sein sollte ...?!

Heute ist St. Martin. Vielleicht geht ja auch unserer Regierung ein Licht auf. Machen Sie?s gut - bis morgen!

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