Vorsichtige Zuversicht am deutschen Aktienmarkt: Dax: Zu Beginn leichte Erholung erwartet

Vorsichtige Zuversicht am deutschen Aktienmarkt
Dax: Zu Beginn leichte Erholung erwartet

Am Dienstag rechnen Marktbeobachter mit einer leichten Erholung am deutschen Aktienmarkt - zumindest bis zur Eröffnung der US-Börsen.

vwd FRANKFURT. Im Schnitt rechnen die befragten Händler aber mit einem Dax-Schlusstand von 5 063 Punkten, also einem knapp behaupteten Index. "Es fehlen Impulse und Ideen", sagt ein Händler. Das Analystengespräch von Infineon am Vortag habe Beobachter wieder etwas zuversichtlicher gestimmt. Berichte, denen zufolge im Januar bei der Inflationsrate in Deutschland eine Drei vor dem Komma stehen könnte, werden von Marktteilnehmern aufmerksam registriert. Man müsse abwarten, ob es sich wirklich nur um einen Einmaleffekt handele, aber die Nachricht wirke erst einmal negativ.

Weiter im Blickpunkt steht die Veröffentlichung von Unternehmensergebnissen und Ausblicken. "Alle Anleger lauern derzeit auf die Ausblicke - aber nach meiner Einschätzung werden sie in den kommenden Tagen nur wenig aussagekräftig ausfallen", sagt ein Analyst. Die Unternehmen hätten auf Sicht von einigen Monaten mit großen Ungewissheiten zu kämpfen. Die Ausblicke könnten deshalb weiteren Druck auf die Kurse bringen.

Die Pläne von DaimlerChrysler für ein eigenes Gebrauchtwagengeschäft werden von Händlern sehr zurückhaltend beurteilt. "Das wird wohl allenfalls kurzfristig für Fantasie sorgen", sagt ein Beobachter. "Das Unternehmen sollte sich auf andere Dinge konzentrieren", meint ein Händler, "auf den ersten Blick halte ich die Pläne nicht für besonders bedeutend." Als keine gute Nachricht für Eon bezeichnen Händler Berichte, denen zufolge Wirtschaftsminister Werner Müller mit einer Klage rechnen muss, falls er das Veto des Kartellamtes gegen die Übernahme der Ruhrgas durch E.ON überstimmt. "Das bestätigt meine Einschätzung, dass eine solche Genehmigung unwahrscheinlich ist", sagt ein Beobachter.

Zwei Meldungen könnten nach Einschätzungen von Marktbeobachtern Lufthansa belasten. Zum einen droht nach Informationen des "Handelsblatt" wieder ein Streik, zum anderen habe die Lufthansa Beobachtern zufolge erklärt, im Jahr 2002 werde voraussichtlich nur ein kleiner Gewinn anfallen.

Vorbörslich nennen Händler folgende erste Taxen (Vortagesschluss in Klammern): Allianz 263,50 zu 264,00 (263,99 Euro), Deutsche Bank 76,30 zu 76,40 (76,50 Euro), Deutsche Telekom 17,70 zu 17,80 (17,68 Euro), Infineon 22,70 zu 22,80 (22,85 Euro), SAP 156,50 zu 157,00 (157 Euro), Siemens 70,50 zu 70,80 (70,49 Euro).

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