"Vorsorglicher" Insolvenzantrag
Regional-Fernsehen B.TV am Ende

Seit der Insolvenz seines Aktionärs Kinowelt hatte der baden-württembergische Regionalsender vergeblich nach neuen Investoren gesucht. Jetzt stellte B.TV selbst Insolvenzantrag und hofft auf eine Rettung.

Reuters STUTTGART. B.TV habe seit der Insolvenz seines Aktionärs Kinowelt Medien vergeblich nach neuen Investoren gesucht, teilte Geschäftsführer Bernd Schumacher am Mittwoch in Stuttgart mit. Es handele sich um eine vorsorgliche Anmeldung der Insolvenz, um den Sender zu sanieren, hieß es in der Mitteilung weiter.

Schuld an der Situation seien die schlechte Konjunktur, der Werbemarkt und die unklare Lage der Kirch-Gruppe. Die Landesanstalt für Kommunikation in Baden-Württemberg (LfK) machte auch die hohen Kosten der Verbreitung von B.TV über Satellit verantwortlich. Das habe sich als zu riskant und nicht finanzierbar erwiesen.

An dem seit 1995 bestehenden Sender sind neben der Kinowelt mit 10,72 Prozent unter anderem auch der Münchener Zeitungsverlag des Verlegers Dirk Ippen ("Münchner Merkur") mit 12,87 Prozent, Web.de mit 9,94 Prozent und Schumacher selbst beteiligt.

Schumacher wollte ein bundesweites Netz von Regionalsendern aufbauen. B.TV besitzt neben Lokalstationen in Stuttgart und in Karlsruhe die erste Lizenz für ein landesweites Fernsehprogramm in Niedersachsen. Vor einigen Monaten hatte Schumacher Interesse an den angeschlagenen Lokalsendern der Kirch-Gruppe in Hamburg, Berlin und München geäußert.

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