Vorstand Assmann geht
SAP SI bestätigt Prognosen

Das IT-Beratungsunternehmen SAP SI hat nach einem schwachen ersten Halbjahr das Ergebnis im dritten Quartal deutlich verbessert und seine Prognosen für das Gesamtjahr 2002 bekräftigt. Zugleich gab SAP SI am Mittwoch bekannt, dass Vorstand Ulrich Assmann nach sechsjähriger Tätigkeit das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum Jahresende verlässt.

Reuters DRESDEN. "Wir haben im dritten Quartal unseren eingeschlagenen Konsolidierungskurs erfolgreich fortgesetzt und sind wieder auf dem Weg zu deutlich ansteigender Profitabilität", erläuterte Finanzvorstand Joachim Müller. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Operating Profit) nach Restrukturierungskosten bezifferte SAP SI mit 5,6 Mill. Euro nach rund 0,5 Mill. Euro im zweiten Quartal. Im Vorjahr hatte SAP SI noch einen Operating Profit von 8,2 Mill. Euro erzielt. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) erreichte im dritten Quartal ebenfalls rund 5,6 Mill. Euro und traf damit genau die durchschnittlichen Schätzungen der von Reuters befragten Analysten. Vor Restrukturierungskosten sei bei einem Operating Profit von 10,9 Mill. Euro eine Marge von 14,9 Prozent erzielt worden.

Die Ergebnissteigerung im Vergleich zum zweiten Quartal begründete SAP SI neben der Umsatzverbesserung mit einer Kostensenkung. So will SAP SI bis Jahresende die Mitarbeiterzahl auf rund 1 680 von 1 831 Stellen zur Jahresmitte reduzieren. Zum 30. September habe SAP SI 1 799 Mitarbeiter beschäftigt. In den ersten neun Monaten 2002 fielen den Angaben zufolge Restrukturierungskosten von rund 9,8 Mill. Euro an. Im Vorjahreszeitraum waren keine zu Buche geschlagen. Den Konzernumsatz im dritten Quartal gab die SAP-Beratungstochter mit rund 73,3 Mill. Euro nach 68,3 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum an. Im zweiten Quartal hatte SAP SI einen Umsatz von 71,5 Mill. Euro erzielt. Von Reuters befragte Analysten hatten für das dritte Quartal im Durchschnitt mit einem Umsatz von 71,2 Mill. Euro gerechnet.

Schwieriges Marktumfeld

SAP SI zeigte sich mit dem Verlauf des dritten Quartals zufrieden und bestätigte die reduzierten Prognosen für das Gesamtjahr. Demnach erwartet die Firma einschließlich der Akquisition von Copa ein Umsatzwachstum von neun bis zwölf Prozent und eine Operating-Profit-Marge vor Restrukturierungskosten in gleicher Höhe. In den ersten neun Monaten lag die Marge bei einem Umsatz von 219,2 Mill. Euro und einem Operating Profit von 21,4 Mill. Euro bei 9,8 Prozent. "Trotz des erfreulichen dritten Quartals befinden wir uns weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld", erläuterte Vorstandschef Bernd-Michael Rumpf. SAP SI sehe sich aber gut gerüstet.

Das Unternehmen teilte weiter mit, der Aufsichtsrat habe dem Wunsch von Assmann, ihn von seinen Vorstandsaufgaben zu entlassen, mit Bedauern entsprochen. Assmann sei an der Fusion von SRS mit zwei weiteren Beratungsunternehmen zur SAP SI AG im Frühjahr 2000 maßgeblich beteiligt gewesen. Zum 1. Juli 2000 sei er zum Vorstandsmitglied berufen worden. In dieser Funktion habe er einen erheblichen Beitrag zum Erfolg des Börsengangs im September 2000 und zur Geschäftsentwicklung von SAP SI geleistet.

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