Vorstand erwartet keinen weitereren Stellenabbau
Coba-Investmentbanking nicht aus der Krise

Das Investmentbankgeschäft der Commerzbank hat nach den Worten des zuständigen Vorstands Mehmet Dalman trotz erster Anzeichen der Erholung die Krise noch nicht überwunden.

Reuters FRANKFURT. "Was ich noch nicht sagen kann ist, dass es wirklich gut läuft, weil das zu früh ist", sagte Dalman am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Die Investmentbank-Sparte Commerzbank Securities (ComSec), die im vergangenen Jahr tief rote Zahlen schrieb und weiter mit einem schwierigen Marktumfeld kämpft, sei recht erfreulich in das laufende Jahr gestartet. "Das Jahr läuft bisher mehr oder weniger wie erwartet, und das ist ermutigend in einem Geschäft, in dem man das nicht oft sagen kann."

Doch die Investmentbank-Branche werde noch weiter leiden, vor allem in Deutschland. "Ich glaube nicht, dass in Deutschland das Schlimmste schon vorüber ist, dass wir hier schon eine Erholung sehen. Die Wirtschaft stagniert hartnäckig und die Finanzwerte werden noch eine harte Zeit haben."

ComSec war nach drei defizitären Quartalen in Folge in den ersten drei Monaten 2003 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Bank hatte den Abbau von einem Viertel der rund 1300 Arbeitsplätze im Investmentbanking angekündigt. Er erwarte keinen weiteren Stellenabbau bei der Commerzbank, sagte Dalman.

Die Commerzbank wolle im Firmenkundengeschäft mehr Umsätze mit gebührenpflichtigen Angeboten wie Handel oder Beratungsdienstleistungen statt nur durch Zinseinnahmen machen, erläuterte Dalman. "Was ich gerne sehen würde ist, dass wir im Corporate Banking mehr Geld durch Gebühren als nur mit Zinsen machen. Das sollte der Trend sein. Der Beitrag des Investmentbanking sollte zunehmen."

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