Vorstand für 2001 trotz schwachem Börsenumfeld zuversichtlich
WGZ-Bank kooperiert mit Rabobank

Die WGZ-Bank setzt auf Kooperation und Vergrößerung. Am Mittwoch gab der Vorstand eine Allianz mit der Rabobank im Firmenkundengeschäft bekannt. Außerdem soll eine Beteiligung von 51 % an der Westfälischen Hypothekenbank (West-Hyp) bis Mitte des Jahres vollzogen sein.

rtr DÜSSELDORF. Die WGZ-Bank setzt verstärkt auf Kooperationen im In- und Ausland. Im Zuge dieser Strategie sei eine Allianz mit der niederländischen Rabobank geschlossen worden, sagte WGZ-Bank-Chef Werner Böhnke am Mittwoch in Düsseldorf. Es sei vorgesehen, dass die Rabobank alle Tätigkeiten für ihre 120 niederländischen Firmenkunden in Deutschland auf die WGZ-Bank übertragen werde. Weitere Kooperationen seien möglich. Eine geplante Teilfusion von DG-Bank und Rabobank war im November gescheitert. Die geplante Verschmelzung von DG und GZ-Bank zur DZ-Bank soll den Banken zufolge im September abgeschlossen sein.

Die WGZ plane auch Allianzen mit der neuen DZ-Bank, ergänzte Böhnke. Nach wochenlangen Beratungen über die Zukunft der drei genossenschaftlichen Spitzeninstitute hatten DG und GZ Mitte Februar ihre Verschmelzung beschlossen, während sich die WGZ-Bank nicht beteiligen wollte. Die Aufsichtsräte beider Banken stimmten den Plänen in den vergangenen Tagen zu. Mit der Fusion wollen die genossenschaftlichen Zentralbanken ihre Effizienz steigern und überflüssige Doppelarbeit vermeiden. Die finanziellen Probleme der DG Bank und das Scheitern ihrer Teilfusion mit der Rabobank waren Faktoren, die die Fusionspläne der Spitzeninstitute forciert hatten.

Die Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank (WGZ-Bank) hatte sich gegen eine ursprünglich angestrebte Dreierfusion ausgesprochen. Böhnke hatte das Anfang Februar damit begründet, die Risiken einer Fusion seien nicht kalkulierbar und es würden Chancen aus einer gemeinsamen Strategieentwicklung vergeben. Die WGZ wolle schrittweise vorgehen und durch Kooperationen und Allianzen einzelner Geschäftsfelder die Marktposition verbessern. Böhnke bekräftigte am Mittwoch diesen Standpunkt. "Wir hätten uns einen anderen Weg gerade in einem Verbund vorgestellt", sagte er. Doch halte man daran fest, "über alle Felder des gemeinsamen Wirkens zu beraten". Es sei nicht das Ziel, "sich in die Quere zu kommen". Auch die fusionswilligen Institute hätten eine weitere Zusammenarbeit zugesichert, ergänzte Böhnke.

WGZ übernimmt 51 % der West-Hyp

Der WGZ-Bank-Chef führte weiter aus, dass die geplante Übernahme von 51 % der Westfälischen Hypothekenbank (West-Hyp) von der Hypo-Vereinsbank bis Mitte des Jahres vollzogen sein solle. Mit der West-Hyp übernehme man ein starkes Unternehmen, das mit einer Bilanzsumme von 36,8 Mrd. Euro eine "stabile größe im Immobilienmarkt" sei. Mit der Merheitsübernahme stärke die WGZ-Bank ihr Immobiliengeschäft deutlich und erschließe sich interessante Perspektiven in den Niederlanden und Großbritannien, wo die West-Hyp engagiert sei. Die Hypo-Vereinsbank hatte Mitte März überraschend den Verkauf ihrer 75-%igen Beteiligung an dem Dortmunder Institut bekannt gegeben. 50,1 % übernimmt die WGZ-Bank und 24,9 % die Versicherung Signal Iduna.

Die WGZ-Bank-Gruppe als Zentralbank ihrer 326 Volks- und Raiffeisenbanken sowie Spar- und Darlehenskassen hat 2000 unter dem schwachen Zinsgeschäft gelitten und insgesamt weniger verdient. Zwar habe sich der Provisionsüberschuss um knapp 27 % auf 160 (126) Mill. DM erhöht. Doch wurde beim Zinsüberschuss ein Rückgang von 10,7 % auf 446 (499) Mill. DM verbucht. Daher sei das Teilbetriebsergebnis um 13 % auf 221 (254) Mill. DM zurückgegangen und der Jahresüberschuss auf 125 (127) Mill. DM gesunken. Die Bilanzsumme habe mit 101,335 (88,435) Mrd. DM erstmals die 100-Mrd.-DM-Grenze überschritten.

Für das laufende Jahr sei der Vorstand zuversichtlich, obwohl das Dienstleistungsgeschäft vom schwachen Börsenumfeld in Mitleidenschaft gezogen würde. Doch habe sich das Zinsgeschäft in den ersten beiden Monaten überplanmäßig entwickelt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%