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Vorstand und Gewerkschaft ringen um Lösung für Karstadt-Quelle

In mehrstündigen Verhandlungen haben am Montag in Nürnberg Vorstand, Betriebsrat und die Gewerkschaft ver.di um die Zukunft des angeschlagenen Karstadt-Quelle -Konzern gerungen. Die Beratungen im Quelle-Versandzentrum dauerten auch am Abend noch an.

dpa-afx NÜRNBERG. In mehrstündigen Verhandlungen haben am Montag in Nürnberg Vorstand, Betriebsrat und die Gewerkschaft ver.di um die Zukunft des angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzern gerungen. Die Beratungen im Quelle-Versandzentrum dauerten auch am Abend noch an. Im Mittelpunkt stand dabei der Beitrag der Versand-Beschäftigten zur Sanierung des kriselnden Einzelhandelskonzerns. Ein Unternehmenssprecher lehnte Angaben über den Verlauf der Verhandlungen ab. Es sei Vertraulichkeit vereinbart worden.

Das Unternehmen hatte angekündigt, dass bis zu einer für diesen Donnerstag (14. Oktober) angesetzten Aufsichtsratssitzung ein Ergebnis erzielt werden müsse.

Einsparungen IN Dreistelliger Millionenhöhe

Nach dpa-Informationen geht es bei den Verhandlungen um Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe für die nächsten drei Jahre. Nach einem Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) zeichnen sich selbst im Falle einer Einigung mit den Arbeitnehmern Entlassungen in vierstelliger Größenordnung ab. Das in Essen erscheinende Blatt berief sich dabei auf Aufsichtsratskreise.

Der stellvertretende Verhandlungsführer der Arbeitnehmer, Johann Rösch, hatte vor den Gesprächen am Montag die Auffassung vertreten, Zugeständnisse der Beschäftigten könne es allenfalls auf Kreditbasis geben. Sobald sich die Lage des Unternehmens gebessert habe, müsse es die gestundeten Leistungen zurückzahlen, erklärte der zuständige Fachbereichsleiter von ver.di Bayern.

Oberste Priorität habe in den Gesprächen aber die Sicherung der Arbeitsplätze, unterstrich Rösch. Gespräche über mögliche Opfer der Beschäftigten machten auch nur Sinn, wenn genau feststehe, mit welcher Kapitalerhöhung sich die Anteilseigner an der Karstadt-Quelle - Sanierung beteiligten. Von den Banken verlangte der ver.di-Vertreter "vernünftige Kredite über lange Zeiträume, damit das Unternehmen mit neuen Konzepten eine Chance hat". Die im MDax notierte Aktie der Karstadt-Quelle verlor bis zum Abend 1,87 Prozent auf 12,58 Euro.

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