Vorstand will UMTS-Netz Ende der Woche veräußern
Mobilcom genehmigt Netz-Verkauf

Der Verkauf des UMTS-Netz der angeschlagenen Mobilcom AG, Büdelsdorf, geht in den Endspurt: "Der Verkauf soll bis Ende der Woche verbindlich abgeschlossen werden", erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Zuletzt hatte sich die Entscheidung noch einmal verzögert.

lip HAMBURG. Der Mobilcom-Aufsichtsrat hat aber auf seiner gestrigen Sitzung vereinbart, die Entscheidung über die Veräußerung des Netzes für den neuen Mobilfunkstandard auf Freitag zu verschieben. Hintergrund soll ein neues Angebot sein. Nähere Einzelheiten zu diesem Angebot wollte der Sprecher gegenüber dem Handelsblatt nicht machen. Der Aktienkurs von Mobilcom war gestern um 12 % auf 5,79 Euro geklettert.

Berichten zufolge hatte die indische Hinduja-Gruppe überraschend Interesse an Mobilcom-Firmenteilen angemeldet. Dazu zähle unter anderem das UMTS-Netz sowie die Lizenz, heißt es aus Firmenkreisen von Mobilcom. Solomon Raj, Vice Chairman der Hinduja- Gruppe hat jedoch bereits am Montag Abend erklärt, die Gesellschaft aus Bombay sei an einer Übernahme des UMTS-Geschäftes nicht interessiert.

Trotzdem ist der Mobilcom-Vorstand nach Informationen des Handelsblatts verpflichtet, das Kaufinteresse möglicher Investoren zu prüfen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Aktionäre auf der am 26. Mai stattfindenden Hauptversammlung den Verkauf des UMTS-Netzes an E-Plus durch Anfechtungsklagen blockieren.

"Die Hinduja-Gruppe hat lediglich ein loses Interesse für Teile von Mobilcom bekundet", erklärt auch Sebastian Freitag, Mitinhaber der Frankfurter Investmentfirma Freitag Gellert & Co. Die Kanzlei ist vom Insolvenzverwalter des Firmengründers Gerhard Schmid, Jan Wilhelm, beauftragt worden, den Wert des Aktienvermögens des entmachteten früheren Mobilcom-Chefs zu steigern.

Wilhelm war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der Hamburger Rechtsanwalt ist von einem Gericht als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt worden, nachdem Schmid privat Insolvenz anmelden musste. Schmid hatte sich mit Aktienspekulationen finanziell übernommen.

Quelle: Handelsblatt

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