Vorstand zieht Antrag auf Entlastung zurück
Bankgesellschaft benötigt mehrere Jahre für Neuanfang

Vorstandschef Rupf bestätigte, dass er seinen Rücktritt zu einem geeigneten Zeitpunkt angeboten habe. Der Vorstand hat auf der Hauptversammlung seinen Antrag auf Entlastung zurückgezogen. Büros und Wohnungen im Fall Bankgesellschaft durchsucht

dpa BERLIN. Die durch fehlgeschlagene Immobiliengeschäfte an den Rand des Zusammenbruchs geratene Bankgesellschaft Berlin wird etwa drei bis fünf Jahre brauchen, um die bevorstehende Neuorganisation zu verkraften. Dies sagte Vorstandschef Wolfgang Rupf am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Berlin. Die Börsenkapitalisierung betrage nur noch 1,9 Mrd. ? (3,72 Mrd. DM) und damit 58 % des durchschnittlichen Wertes der Jahre 1998 bis 2000.

Rupf bestätigte, dass er seinen Rücktritt zu einem geeigneten Zeitpunkt angeboten habe, um die Zukunft "mit neuen Gesichtern zu gestalten". Er teilte ferner mit, dass der Vorstand seinen Antrag auf Entlastung zurückziehe und sich dem Wunsch des Aufsichtsrates auf Verschiebung anschließe, bis die Ergebnisse aller noch ausstehenden Prüfungen vorlägen.

Zuvor hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Feddersen die Aktionäre aufgefordert, den Blick nach vorne zu richten. Rupf, der 1997 als Sanierer geholt worden war, muss eine der größten Schieflagen der deutschen Kreditwirtschaft verantworten. Die Bankgesellschaft hat das vergangene Jahr mit einem Verlust von 1,65 Mrd. ? (3,19 Mrd DM) abgeschlossen und benötigt bis zu 2,2 Mrd. ? frisches Eigenkapital.

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