Vorstandschef Sommer zeigt sich kämpferisch
Telekom will Flatrate-Entscheidung nicht hinnehmen

Reuters BONN. Die Deutsche Telekom wird nach Aussage ihres Vorstandschefs Ron Sommer nicht den Entscheid der Regierungsbehörde hinnehmen, wonach sie ihren Wettbewerbern bei Online-Diensten einen zeitunabhängigen Pauschaltarif im Telefonnetz einräumen muss. "Das werden wir zum Wohle unserer Aktionäre zu bekämpfen wissen", sagte Sommer am Donnerstag in Bonn. Die Telekom sei nicht bereit, das unternehmerische Risiko der Wettbewerber zu tragen. Nach der Entscheidung der Regulierungsbehörde muss die Telekom vom Februar kommenden Jahres an Konkurrenten für die Nutzung des schmalbandigen Telefonnetzes eine so genannte Flatrate anbieten.

Sommer wies darauf hin, dass das normale Telefonnetz nicht für Dauersurfer im Internet ausgelegt sei. Wenn nicht einmal die Hälfte der Online-Nutzer die Flatrate nehme, könnte man Polizei und Rettung nicht mehr erreichen, sagte er unter Hinweis auf Engpässe etwa in Großbritannien und den USA. Richtig sei der Wechsel zum breitbandigen Netz (T-DSL).

Die Regulierungsbehörde hat nicht festgelegt, zu welchem Preis die Telekom ihren Mitbewerbern, die derzeit die Telefonminute für rund 1,5 Pfennig einkaufen müssen, ein Pauschalangebot machen muss. Dem eigenen Online-Provider T-Online darf die Telekom bereits ab Dezember keinen Mengenrabatt auf den Einkauf der Telefon-Minuten gewähren.

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