Vorstandsvorsitzende verlängert überraschend bis 2002
Linde AG: Full bleibt Chef, Grafoner muss gehen

dpa WIESBADEN. Nach Querelen in der Führungsetage des Wiesbadener Gase-Spezialisten und Anlagenbauers Linde bleibt der Vorstandschef Gerhard Full länger als geplant auf seinem Posten. Der Aufsichtsrat der Linde AG verlängerte seinen Vertrag bis Ende 2002. Der Wirtschaftsingenieur soll "in dieser Zeit den weiteren Ausbau des Linde Konzerns zügig vorantreiben und die Integration des 1999 erworbenen schwedischen Gaseunternehmens AGA AB abschließen", teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Fulls bisher designierter Nachfolger Peter Grafoner, der stellvertretende Linde-Chef, scheide "einvernehmlich" aus.

Grafoner, der Full im Mai dieses Jahres beerben sollte, hatte sich Presseberichten zufolge mit Linde-Aufsichtsratschef Hans Meinhardt überworfen. Dieser soll Grafoner beurlaubt haben. Linde wollte dazu auch am Mittwoch keine Stellungnahme abgeben. Der 64 Jahre alte Full, seit Mai 1997 als Nachfolger von Meinhardt bei Linde an der Spitze, sollte sich von diesem Jahr an nur noch um das Gasegeschäft kümmern. Der 52-jährige Grafoner, der den Vorstand verjüngen sollte, war seit acht Monaten als stellvertretender Linde-Chef in Wartestellung.

Im Konzern erwartet Linde 2001 einen Umsatzanstieg von acht Prozent auf erstmals mehr als 9 Milliarden Euro. Zu den wichtigsten Arbeitsgebieten zählen Technische Gase, die Fördertechnik sowie der Anlagenbau. Linde hat 46 800 Beschäftigte.

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