Vorsteuerabzug ist möglich
UMTS-Lizenzen sind umsatzsteuerpflichtig

Auf die vor zwei Jahren für rund 50 Milliarden Euro versteigerten UMTS-Lizenzen in Deutschland ist nach Einschätzung von Branchenkreisen Umsatzsteuer in Höhe von 16 Prozent fällig.

Reuters FRANKFURT. Eine zusätzliche Belastung drohe den betroffenen Lizenznehmern durch die Steuerpflicht allerdings nicht, hieß es am Dienstag aus den Kreisen. Die sechs Lizenznehmer könnten die in dem Kaufpreis enthaltene Umsatzsteuer als Vorsteuer bei den Steuerbehörden ihres jeweiligen Firmensitzes steuermindernd in Abzug bringen.

Die Regulierungsbehörde bestätigte, dass das zuständige Finanzamt Bonn die Umsatzsteuerpflicht in den zurückliegenden Wochen geprüft habe. Über das Ergebnis dieser Prüfung sei die Behörde jedoch bislang nicht informiert worden, sagte ein Sprecher.

Die Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hatte Mitte des Jahres 2000 sechs UMTS-Mobilfunklizenzen im Auftrag der Bundesregierung an sechs Mobilfunkunternehmen aus dem In- und Ausland zu jeweils rund 8 Milliarden Euro versteigert. Der Versteigerungserlös von rund 50 Milliarden Euro hatte alle Erwartungen übertroffen und war von der Bundesregierung zur vorzeitigen Tilgung von Schulden genutzt worden. Die sechs Lizenznehmer finanzieren die Lizenzkosten durch Kredit und müssen für diesen Schuldendienst jährlich Milliardenbeträge aufbringen. Zusätzlich summieren sich die Investitionskosten für die Netzausrüstung auf mehrere weitere Milliarden Euro.

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