Vorsteuergewinn von rund 289 Millionen Euro
Eurohypo muss etwas zurückstecken

Die aus der Fusion der Hypothekentöchter von Deutscher Bank, Dresdner Bank und Commerzbank hervorgegangene Hypothekenbank Eurohypo hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres einen Vorsteuergewinn von 289,1 Millionen Euro erzielt.

Reuters FRANKFURT. Im Vorjahr hätten die drei Vorgängerinstitute zusammengerechnet im vergleichbaren Zeitraum ein Vorsteuerergebnis von 379,2 Millionen Euro erzielt, teilte die Eurohypo am Freitag mit. Die Zahlen seien fusionsbedingt allerdings kaum mit den Vorjahreszahlen zu vergleichen. So seien 2001 im Vorfeld der Fusion diverse Immobilien verkauft und dabei Veräußerungsgewinne erzielt worden. Außerdem habe die neue Eurohypo planmäßig einen Großteil des Restrukturierungsaufwandes von insgesamt 150 Millionen Euro in den aktuellen Zwischenabschluss eingestellt. Unter Bereinigung aller Sondereffekte in den Jahren 2001 und 2002 habe das Ergebnis vor Steuern 254,4 Millionen Euro nach 312,9 Millionen Euro im Vorjahr betragen.

Der Zins- und Provisionsüberschuss ging in den ersten neun Monaten 2002 von 874,6 Millionen Euro um zwei Prozent auf 857 Millionen Euro zurück. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag bei 290,8 (Vorjahreszeitraum: 241,8) Millionen Euro. Die Bank machte die anhaltend schwache Konjunkturentwicklung für die Erhöhung verantwortlich. Ein Teil des Vorsorgebedarfs werde über die gewährten Garantien der drei Mutterbanken abgedeckt, die zunächst auch Großaktionäre der Eurohypo bleiben würden. Es werde lediglich ein Betrag von 142,1 Millionen Euro in der Gewinn- und Verlustrechnung ergebniswirksam.

Die Darlehens-Neuzusagen im Kerngeschäftsfeld Firmenkunden seien mit 8,9 Milliarden Euro knapp unter Vorjahresniveau (9,4 Milliarden Euro) gehalten worden. Im Privatkundengeschäft habe die Bank in den ersten neun Monaten insgesamt 1,2 (Vorjahr: 1,8) Milliarden Euro neu zugesagt. Die Neuzusagen im Staatskreditgeschäft wurden massiv auf 3,6 Milliarden Euro von 14 Milliarden Euro zurückgefahren. Grund dafür sei, dass das Neugeschäft ausschließlich unter Bonitäts- und Ertragsaspekten und nicht nach Volumen akquiriert worden sei.

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