Vorstoß der USA: Russland will Irak-Sanktionen aufrecht halten

Vorstoß der USA
Russland will Irak-Sanktionen aufrecht halten

Im Widerspruch zu den USA haben sich russische Politiker für einen Fortbestand der Wirtschaftssanktionen gegen den Irak ausgesprochen. "Man muss zuerst Klarheit darüber haben, was die Amerikaner bezwecken wollen", sagte der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses der Staatsduma, Dmitri Rogosin, am Donnerstag in Moskau.

HB/dpa MOSKAU. Die US-Führung hatte am Vortag angekündigt, in "naher Zukunft" den Vereinten Nationen einen Resolutionsentwurf zur Aufhebung der seit über zwölf Jahren bestehenden Sanktionen vorzulegen.

Russland fürchtet als einer der größten Erdölexporteure, dass nach der Aufhebung der Sanktionen billiges irakisches Öl den Weltmarkt überschwemmt. Ein Preisverfall würde große Förderprojekte in Sibirien unrentabel machen. Die Produktionskosten für russisches Öl sind deutlich höher als für irakisches.

Vor der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen müssten die UN-Waffeninspekteure bestätigen, dass der Irak tatsächlich über keine Massenvernichtungswaffen verfüge, sagte eine Quelle im Moskauer Außenministerium der Agentur Interfax. Der Regimewechsel in Bagdad sei keine Bedingung für die Aufhebung der Sanktionen, betonte der Diplomat. Russland setzt sich gemeinsam mit der Europäischen Union für einen Wiederaufbau des Irak unter dem Dach der Vereinten Nationen ein.

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