Vorstoß von Intel: Erster Handy-Chip für alle Fälle

Vorstoß von Intel
Erster Handy-Chip für alle Fälle

Intel hat einen neuartigen Chip mit dem Codenamen "Manitoba" vorgestellt, der erstmals alle wesentlichen Funktionen eines Handys auf einem einzigen Prozessor kombiniert.

HB/dpa SANTA CLARA. Da der Chip alleine die Arbeit von drei Prozessoren erledige, würden künftige Handys kleiner, billiger und stromsparender sein können, sagte Intel-Marketingdirektor Dennis Sheehan. "Manitoba" verfüge über Rechen- und Speicherfähigkeiten sowie eine so genannte Signal- Funktion zur Kommunikation und zur Wiedergabe von Audio-Daten.

"Mit dem Manitoba haben wir zum ersten Mal alle wesentlichen Funktionen des Mobiltelefons auf einem Chip aufgebracht", sagte Hans- Jürgen Werner von Intel. Für künftige Mobiltelefone und Taschen-PCs ergäben sich dadurch völlig neue Funktionsmöglichkeiten, Designs und Anwendungsgebiete, betonte Intel-Manager Hans Geyer. Mit der Auslieferung des neuen Prozessors soll noch in dieser Woche begonnen werden. Auf Grund einfacher Fabrikationsmethoden könnte er in Massenvolumen besonders kostengünstig hergestellt werden.

Mit "Manitoba" will Intel angesichts stagnierender PC-Absätze seinen Einfluss im Markt für Handys und mobile Geräte weiter ausbauen. Mit der neuen Entwicklung macht der weltgrößte Chiphersteller vor allem Texas Instruments Konkurrenz, dem größten Produzenten von Handy-Chips. Texas Instruments will bis Ende 2004 einen eigenen Multifunktions-Chip auf den Markt bringen.

Die Halbleitertechnologie habe die Entwicklung von einst unförmigen Handys zu den heutigen kleinen Multifunktions-Geräten erst ermöglicht, betonte Geyer. "Derzeit geht der Trend von der reinen Sprachnutzung hin zu vielseitigeren Geräten, die auch Daten übertragen." Deshalb müssten die Technologien wirtschaftlich miteinander verbunden werden.

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