Vorteil für kleine und mittlere Firmen
Einkäufe des Bundes künftig über das Internet

Der Bund will Waren und Dienstleistungen bei privaten Unternehmen in Zukunft vollständig über das Internet einkaufen.

uhl BERLIN. Die ersten Online-Ausschreibungen würden Anfang des nächsten Jahres gestartet, sagte die Staatssekretärin des Bundesinnenministeriums, Brigitte Zypries, anlässlich der dritten Beschaffungskonferenz von Behörden und Lieferanten.

Für die Vergabe öffentlicher Aufträge über das Internet haben die drei Bundesministerien für das Inneres, Wirtschaft, Verkehr und Bau das Projekt "E-Vergabe" entwickelt. Mit diesem Verfahren lassen sich unter Einhaltung der Bestimmungen der Vergabeordnung Ausschreibung, Vergabe und Vertragsabschluss komplett elektronisch abwickeln. Ziel sei es, auch die Bundeswehr sowie die Länder und Gemeinden in das Projekt einzubeziehen. "Die gesamte öffentliche Verwaltung in Deutschland vergibt jährlich Aufträge im Wert von 500 Mrd. DM", erläuterte die Staatssekretärin. Das seien rund 12 % des Bruttoinlandsprodukts.

Nach Schätzungen ließen sich durch das neue Verfahren Staatsausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe einsparen. Denn die Internet- Einkäufe erhöhten die Transparenz und würden daher die Angebotspreise der Bieter verringern. Außerdem würden vor allem kleine und mittlere Firmen leichter an Staatsaufträge herankommen, weil die zeitraubende Besorgung und Lektüre der Amtsblätter entfalle.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik, Holger Hildebrandt, rechnet mit niedrigeren Einkaufspreisen für die öffentliche Hand. Doch die Wirtschaft werde ebenfalls erheblich profitieren. Denn die schnelleren und flexibleren Internet-Bestellungen würden auch die Kosten der Unternehmen senken.

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