Vorteile für den Mittelstand
In Deutschland hat die Zahl der AG´s stark zugenommen

Galt die GmbH lange Zeit als beliebteste Rechtsform für mittelständische Unternehmen, so setzt mittlerweile eine wachsende Zahl kleinerer Unternehmen auf die Aktiengesellschaft.

ap FRANKFURT/MAIN. In der Folge ist die Zahl der AGs in Deutschland geradezu explodiert. Im Frühjahr 2000 zählte die Bundesbank im Juni bundesweit 8 809 Aktiengesellschaften, Ende 98 waren es erst 5 468. Die 1994 mit der Änderung des Aktiengesetzes und des Umwandlungsgesetzes eingeführte so genannte kleine AG hat diesen Prozess nach Einschätzung des Deutschen Aktieninstituts beflügelt. Experten schließen nicht aus, dass die kleine AG in der Zukunft die Zahl der GmbH-Gründungen übersteigen wird.

Grundsätzlich handelt es sich bei der kleinen AG um eine ganz normale Aktiengesellschaft mit einem Mindestkapital von 50 000 Euro (knapp 100 000 DM). Die Bezeichnung kleine AG sage auch nichts über die Größe des Unternehmens aus, berichtet Markus Herdina vom DAI. Auch die Deutsche Telekom sei vor ihrem Börsengang eine kleine AG gewesen. Der Unterschied zu börsennotierten Unternehmen bestehe im wesentlichen darin, dass die formalen Anforderungen geringer seien. So müsse bei der Hauptversammlung nicht unbedingt ein Notar anwesend sein und bei den Einberufungsfristen für die Aktionärsversammlung gebe es Erleichterungen. Zudem entfallen die strengen Publizitätsvorschriften.

Viele Unternehmen der New Economy starteten von vornherein als kleine AG mit dem Ziel eines späteren Börsengangs, sagt Herdina. Mit der Wahl dieser Gesellschaftsform sparten sie sich die Umwandlung beim Börsengang. Damit eröffne sich der Mittelstand entscheidende Vorteile wie etwa die Mitarbeiterbeteiligung durch Aktienoptionen und die Möglichkeit der flexibleren Unternehmensfinanzierung über den Kapitalmarkt

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