Vorwahlen der US-Demokraten
Obama und Clinton buhlen verstärkt um Super-Delegierte

Bei den Vorwahlen der US-Demokraten in Mississippi hat Barack Obama seinen Vorsprung gegenüber Hillary Clinton um sechs Stimmen ausgebaut und liegt damit weiter deutlich vor seiner Rivalin. Beide Kandidaten buhlen immer intensiver um die Gunst der Super-Delegierten. Clintons Lager schreckt dabei nicht einmal mehr vor rassistischen Äußerungen zurück.

WASHINGTON. Bei den Vorwahlen der US-Demokraten in Mississippi hat Barack Obama seinen Vorsprung gegenüber Hillary Clinton um sechs Stimmen ausgebaut. Damit liegt der 46-jährige Senator aus Illinois im Rennen um die Delegiertenstimmen für den Parteitag im August weiter deutlich vor seiner Rivalin.

In Mississippi fiel Clinton mit 38 Prozent der Stimmen gegenüber Obamas 60 Prozent erwartungsgemäß deutlich ab. Obama profitierte in dem südlichen Bundesstaat dabei von der überwältigenden Unterstützung durch die schwarze Bevölkerung, die ihn zu 90 Prozent wählte. Nach dem eher enttäuschenden Abschneiden des Jungsenators vor einer Woche in Ohio und Texas hat seine Kampagne nun mit den Erfolgen in Wyoming und Mississippi wieder Fahrt aufgenommen.

Zwar ist die Zählung der Delegierten je nach Quelle unterschiedlich. Aber bei jenen Wahlmännern, die nach dem prozentualen Stimmenanteil bei den Vorwahlen direkt den Kandidaten zugeschlagen werden, liegt Obama nun mit 1 395 vor Clinton mit 1 237. Zu diesen 158 Stimmen Vorsprung kommen noch die so genannten Super-Delegierten, die aufgrund ihrer Funktion zum Parteitag entsandt werden. Zählt man diese – trotz aller Unwägbarkeiten – hinzu, dann stehen 1 606 Delegierte hinter Obama, 1 484 hinter Clinton.

Um auf dem Parteitag die Mehrheit für eine Nominierung zu erhalten sind 2 025 Stimmen erforderlich. Da wohl keiner der beiden Kandidaten diese Zahl alleine über die Vorwahlen erreichen kann, werben die demokratischen Kontrahenten intensiv um die knapp 800 Super-Delegierten. Dabei fordert das Obama-Lager, dass die Super-Wahlmänner in ihrer Entscheidung der Mehrheit der gewählten Delegierten folgen sollten und zudem die Zahl der gewonnenen Bundesstaaten den Ausschlag geben müsse.

Clinton dagegen verfolgt eine andere Linie: Sie plädiert dafür, dass Siege in großen Bundesstaaten mehr Gewicht bei der Entscheidung erhalten. Vor allem deshalb kommt der nächsten Wahl im wichtigen Staat Pennsylvania am 22. April so große Bedeutung zu.

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