Vorwürfe
Bush-Berater für Kulturschätze tritt wegen Plünderungen zurück

Der Spitzenberater wirft der US-Regierung vor, nicht genügend zum Schutz des Museums getan zu haben.

dpa WASHINGTON. Ein Kultur-Spitzenberater von US-Präsident George W. Bush hat wegen der jüngsten Plünderungen im irakischen Nationalmuseums seinen Rücktritt eingereicht. Wie US-Medien am Donnerstag berichteten, wirft der Vorsitzende des Berater-Ausschusses für Kulturschätze, Martin Sullivan, der US-Regierung vor, nicht genügend zum Schutz des Museums getan zu haben.

Die US-Streitkräfte hätten äußerste Präzision und Zurückhaltung bei der Anwendung von Waffen und bei der Sicherung der Ölfelder an den Tag gelegt, zitierte die "Washington Post" aus Sullivans Rücktrittsschreiben an Bush. Beim Schutz des irakischen Kulturerbes habe man dagegen versagt. "Die Tragödie war vorhersehbar und hätte verhindert werden können", schloss Sullivan. Der Zeitung zufolge ist neben dem Chefberater ein weiteres Mitglied des neunköpfigen Gremiums zurückgetreten.

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