Vorwürfe der Opposition
Kritik an Scharpings Information über Uran-Munition hält an

ddp BERLIN. Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) steht wegen seiner Informationspolitik über Uran-Munition weiter in der Kritik. Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Jörg van Essen, hielt dem Minister am Dienstag im DeutschlandRadio Berlin vor, "noch immer nicht den richtigen Weg gefunden" zu haben. Scharpings Verhalten habe die Soldaten und ihre Angehörigen verunsichert. Die Soldaten hätten aber einen Anspruch auf objektive Information. Van Essen betonte, Scharping müsse nun in erster Linie das Vertrauen seiner Soldaten wieder gewinnen.

Der CDU-Verteidigungsexperte Paul Breuer warf Scharping in der Berliner Tageszeitung "B.Z." vor, ein "Kasperle-Theater" zu veranstalten. Scharping hatte angekündigt, zur Sitzung des Verteidigungsausschusses am Mittwoch uranhaltige Geschosse mitzubringen. Dieser "ignorante Umgang" mit dem Thema sei ein "Stoß vor den Kopf" für jeden, der sich Sorgen mache. "Ich will Fakten, keine Show", betonte Breuer.

Unterdessen berichtet die "Bild"-Zeitung unter Beruf auf das Verteidigungsministerium, dass die in Deutschland stationierten US-Panzer vom Typ "Abrams M-1" ebenfalls mit abgereichertem Uran gehärtet seien. Danach könnten die Fahrzeuge bei Kollisionen oder bei Feuerunfällen Uran abstrahlen. Der möglicherweise frei werdende Uranstaub gilt als giftig. Die Bundeswehr verwende aber kein abgereichertes Uran bei ihren Panzern, sagte der Sprecher dem Blatt.

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