Vorwürfe zurückgewiesen
Carola Möllemann beklagt späte Information der Polizei

Die Witwe des bei einem Fallschirmabsturz getöteten Jürgen Möllemann, Carola Möllemann-Appelhoff, fühlt sich von der Polizei zu spät über den Tod ihres Mannes informiert. Sie habe die Todesnachricht am Donnerstag nicht als erstes von der Polizei, sondern über ihre Schwester erhalten, die von dem Absturz wiederum aus den Medien erfahren hatte.

HB/dpa MÜNSTER. Das ließ Carola Möllemann am Freitag der dpa in Münster über ihren Vertrauten und Stellvertreter als FDP-Kreisvorsitzende, Hans Varnhagen, mitteilen. Eine Tochter Möllemanns sei von Medienanrufern mit der Todesnachricht konfrontiert worden. Varnhagen begleitete die Witwe dann an den Absturzort.

Die Polizei in Recklinghausen wies die Vorwürfe zurück. Gegen 12.30 Uhr habe die Polizei zwar von dem Fallschirmabsturz bei Marl erfahren. "Es war jedoch zu der Zeit noch völlig unklar, dass es sich um Möllemann handelte", sagte Polizeisprecher Volker Ernst-Peper. Noch knapp eine Stunde später habe die Polizei zwar vermutet, dass Möllemann der Getötete gewesen sei. Eindeutig identifiziert sei er aber auch da noch nicht gewesen. "Jeder, der vor 13.20 Uhr gemeldet hat, dass Möllemann abgestürzt ist, tat dies aus reiner Spekulation." Die habe sich dann zwar bestätigt, genügte aber nach Ernst-Pepers Angaben so früh noch nicht für eine Information der Angehörigen.

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