Vorwürfe zurückgewiesen
Mannesmann-Abfindungen: Zwickel räumt Fehler ein

Im Zusammenhang mit den Millionen-Abfindungen für frühere Mannesmann-Manager hat IG-Metall-Chef Klaus Zwickel Fehler eingeräumt, den Vorwurf der Untreue aber erneut zurückgewiesen. "Ich habe zu keinem Zeitpunkt unsauberen Geschäften bei Mannesmann zugestimmt", sagte Zwickel am Donnerstag vor Journalisten in Frankfurt.

Reuters FRANKFURT. Er werde daher nicht von seinem Amt zurücktreten. Auch die Staatsanwaltschaft habe festgestellt, dass es keine Anzeichen für eine persönliche Bereicherung oder eine Vorteilsnahme zu Gunsten der IG Metall gebe. Im Nachhinein wäre es allerdings besser gewesen, wenn er bei der damaligen Aufsichtsratssitzung die hohen Abfindungen klar abgelehnt hätte statt sich lediglich der Stimme zu enthalten.

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen umstrittener Abfindungen in Millionenhöhe gegen elf frühere Top-Manager und Aufsichtsratsmitglieder des früheren Mobilfunk-Konzerns Mannesmann, der im Februar 2000 von dem britischen Konkurrenten Vodafone übernommen wurde. Zwickel saß damals ebenso wie der heutige Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann in dem Mannesmann-Aufsichtsratsausschuss, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Abfindungen in Höhe von mindestens 200 Mill. DM billigte. Zwickel, der die hohen Abfindungen nach der Übernahme als "Auswüchse des globalen Kapitalismus" kritisierte, hatte sich nach Aussagen der IG Metall bei der Abstimmung darüber enthalten.

Zwickels Anwalt hatte am Mittwoch erklärt, die Staatsanwaltschaft sei offenbar unumstößlich entschlossen, Zwickel anzuklagen. Auch Ackermann und fünf weitere Beschuldigte müssen nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" mit einer Anklage rechnen. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft erklärte dagegen, es gebe noch keine Entscheidung über eine Anklageerhebung.

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