Vorwurf beim Weltkongress
Tschetschenen: Alle Geiseln standen vor Freilassung

Die russischen Behörden haben nach tschetschenischen Angaben angeblich die gewaltsame Beendigung der Geiselnahme in Moskau angeordnet, um einen friedlichen Ausgang zu verhindern.

dpa/HB. KOPENHAGEN. Der "Vize-Ministerpräsident" der tschetschenischen Republiksregierung im Untergrund, Achmed Sakajew, warf dem Kreml am Dienstag bei einem "Tschetschenischen Weltkongress" in Kopenhagen vor, den Sturm auf das Moskauer Musical-Theater angeordnet zu haben, obwohl die Geiselnehmer über Handy in der Nacht zuvor erklärt hätten, dass sie alle Geiseln am nächsten Morgen freilassen wollten.

Die Behörden hätten darauf hin die Erstürmung angeordnet, damit "die Tschetschenen nicht zu Helden werden konnten". Aus Protest gegen das zweitägige Treffen in Kopenhagen hatte der russische Präsident Wladimir Putin am Vortag einen für November geplanten Dänemark-Besuch abgesagt. Die EU verlegte ein ebenfalls in Kopenhagen geplantes Gipfeltreffen mit Putin nach Brüssel.

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