Vorwurf der "Plünderung einer Aktiengesellschaft auf Kosten der Aktionäre" und "Selbstbedienung der Führungsetage"
Aktionärsschützerin verklagt MLP

dpa-afx FRANKFURT. Der im M-Dax notierte Finanzdienstleister Marschollek, Lautenschläger (MLP) wird einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" zufolge von Aktionärsschützern verklagt. Die Zeitung berichtet in ihrer Freitagsausgabe, dass Anneliese Hieke, Vorsitzende des Vereins Aktionärinnen e.V., dem MLP-Vorstand "Plünderung einer Aktiengesellschaft auf Kosten der Aktionäre" und "Selbstbedienung der Führungsetage" vorwerfe.

Mit einer Anfechtungsklage gegen die Beschlüsse einer außerordentlichen Hauptversammlung versuche die Aktionärsschützerin, die Eingliederung von vier Tochterunternehmen zu verhindern.

Bislang halten die Familien von MLP-Gründer Manfred Lautenschläger und MLP-Chef Bernhard Termühlen rund fünfzig Prozent an den Töchtern. Sie sollen deshalb mit fast 30 Mill. Stammaktien im Wert von über 9 Mrd. DM aus der jüngsten Kapitalerhöhung entschädigt werden. Hieke, ehemaliges Vorstandsmitglied der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) meint, der Wert der MLP Lebensversicherung AG, MLP Vermögensverwaltung AG, MLP Versicherung AG und MLP Login GmbH sei "in sittenwidriger Art" zu hoch und nach einem "undurchsichtigen Rechenmodus" ermittelt worden. Dies führe zu einer "Verwässerung des Aktienkurses" zu Lasten der freien Aktionäre und zu einer "überproportionalen Entschädigung der bisherigen Gesellschafter".

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