Vorwurf der undurchsichtigen Preisgestaltung
Bayer zahlt US-Gesundheitsbehörden Entschädigung

Reuters LEVERKUSEN. Die Bayer AG will der US-Regierung 14 Mill. $ zahlen und damit Untersuchungen über eine undurchsichtige Preisgestaltung aus der Welt räumen. In einer vorläufigen Vereinbarung mit der US-Regierung verpflichte sich Bayer zudem, den zuständigen Behörden auf Staats- und Bundesstaatsebene künftig präzisere Informationen über die Preisfindung ihrer Produkte zu geben. Das teilte das Unternehmen heute in Leverkusen mit. Dadurch sollte es den Behörden ermöglicht werden, ihr System der Kostenrückerstattung zu verbessern. Die Vereinbarung werde voraussichtlich in einigen Wochen gültig sein.

Bayer hatte im Mai bereits die Zusammenarbeit mit den US-Behörden angekündigt, um damit einem formellen Gerichtsverfahren zu entgehen. Man sei zwar von der Gesetzmäßigkeit des eigenen Handelns überzeugt, ziehe eine außergerichtlich Einigung aber vor, um Kosten zu sparen und den Geschäftsbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Die US-Behörden haben neben Bayer noch eine Reihe führender Pharmaunternehmen wegen ihrer Preisgestaltung untersucht. Bayer-Konkurrent Bristol-Myers Squibb hatte im Mai ebenfalls eine Kooperation mit den Behörden angekündigt.

Im Disput zwischen den Firmen und den Regierungsstellen geht es um die Erstattungsleistungen für die staatlichen Gesundheitsbeihilfeprogramme Medicare (für ältere Patienten) und Medicaid (für sozial schwache Patienten). Nach Auffassung der US-Regierung sind die Großhandelspreise, die als Bemessungsgrundlage für staatliche Erstattungen herangezogen werden, zu hoch. In der nun vorliegenden Vereinbarung hat Bayer nach eigenen Angaben zugesagt, seine Preis-Informationen für jedes Produkt über einen Zeitraum von jeweils fünf Jahren zu nennen.

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