Vorwurf der Veröffentlichung falscher Geschäftszahlen
Ermittlungsverfahren gegen Foris AG eingestellt

dpa-afx BONN. Die Foris AG ist sowohl von den Vorwürfen der Veräußerung von Aktien während der lock-up Periode als auch von der Veröffentlichung unzutreffender Geschäftszahlen im Lagebericht 1999 entlastet worden. Wie der Prozessfinanzierer am Dienstag in Bonn mitteilte, wurden sämtliche Ermittlungsverfahren eingestellt.

Foris wolle jetzt Schadenersatzansprüche gegen das Bundesaufsichtsamt geltend machen, hieß es. Die öffentliche Berichterstattung über Durchsuchungen von Firmen- und Privaträumen sowie über die Ermittlungen hätten zu erheblichen Kursbeeinträchtigungen geführt. Nach Auffassung von FORIS liege beim Aufsichtsamt, dass ohne weitere Nachforschungen die Staatsanwaltschaft eingeschaltet habe, eine eindeutige Amtspflichtverletzung vor, die Regress begründe.

Stornomeldung wurde nicht ordnungsgemäß weiter geleitet

Laut Foris hat ein Bankmitarbeiter bei Eingabe einer Kauforder über 130 Foris Aktien im Januar 2000 versehentlich die Wertpapierkennnummer der Gesellschaft als Stückzahl eingegeben. Die nachfolgende Stornomitteilung sei beim Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel nicht ordnungsgemäß verarbeitet worden. Das Aufsichtsamt habe daraufhin ohne weitere Nachforschungen die Vermutung geäußert, Vorstand und Aufsichtsrat hätten sich während der lock-up Periode unzulässig von ihren Aktien getrennt und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Darüber hinaus habe ein gekündigter Mitarbeiter der Gesellschaft den Vorwurf erhoben, im Lagebericht 1999 seien unzutreffende Zahlen veröffentlicht worden.

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