Vorwurf: Emissionsprospekt für Firmenanleihe enthielt nicht alle kursrelevanten Informationen
EM.TV drohen weitere Schadenersatzklagen

adx MÜNCHEN. Auf das Medienunternehmen EM.TV kommen möglicherweise weiterreichende Schadenersatzklagen zu. Anleger-Anwälte prüfen nach Informationen von "Focus" nun auch Forderungen wegen der im Februar 2000 emittierten 400-Millionen-Euro-Firmenanleihe. EM.TV habe zum Zeitpunkt der Emission bereits dem als überteuert kritisierten 680-Millionen-Dollar-Kauf des US-Unternehmens Henson, besonders bekannt durch die "Muppet Show", zugestimmt. Diese für den Kurs relevante Tatsache sei aber im Emissionsprospekt verschwiegen worden, heißt es in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Bericht aus der neuesten Ausgabe des Magazins. Anlegeranwalt Dietmar Kälberer von der Kanzlei Tilp & Kälberer strebe dazu einen Musterprozess an. "Das wird für die Anleger kein Spaziergang, aber erst recht nicht für die Haffas", sagte Kälberer.

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