Vorwurf: Filter funktioniert nicht
Musikverleger werfen Gericht Halbherzigkeit gegen Napster vor

ddp SAN FRANCISCO. Der US-Musikverlegerverband RIAA will gerichtlich dafür sorgen, dass die Auflagen gegen die Musiktauschplattform Napster verschärft werden. Bisher würden Internetnutzer immer noch auf verschiedene Musiktitel über Umwege stoßen, teilte der RIAA nach einem Bericht des Informationsdienstes Cnet am Mittwoch mit. Napster war vom US-Gericht auferlegt worden, urheberrechtlich geschützte Titel aus seinem Programm umgehend herauszunehmen.

Den Angaben zufolge monierten die RIAA-Anwälte bei einer Anhörung, dass Napster die bisherigen Vorgaben insgesamt nur halbherzig umsetzen würde. RIAA-Chef Hilary Rosen sprach sogar von einer mutwilligen Missachtung der Auflagen, die das Gericht gegen Napster verhängt hatte. Jedes der 135 000 Musikstücke, die die RIAA-Mitglieder als urheberrechtlich geschützt identifiziert hätten, seien noch bei Napster zu finden. "Wir behaupten deshalb, dass der von Napster eingesetzte Filter nicht funktioniert", sagte Rosen.

Napster-Geschäftsführer Hank Barry forderte die Plattenindustrie im Gegenzug auf, mit der Musik-Tauschplattform zusammenzuarbeiten, anstatt sie mit immer weiteren juristischen Salven zu attackieren. Die Anhörungen werden fortgesetzt.

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