Vorwurf: Microsoft nutzt Monopolstellung aus
Verbraucherschützer wollen Verkauf von Windows XP verhindern

Drei Monate vor dem Verkaufsstart des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows XP wächst in den USA der Widerstand gegen die neue Software.

ddp WASHINGTON. Wie der Informationsdienst CNet berichtet, hat jetzt eine Gruppe von Verbraucherschützern bei der amerikanischen Handelskommission Federal Trade Commission (FTC) offiziell Beschwerde gegen die Microsoft-Geschäftspolitik eingelegt. Die Initiative werde vom Electronic Privacy Information Center (Epic) angeführt, mindestens sechs weitere Gruppen hätten sich dem Protest angeschlossen.

Epic und seine Mitstreiter werfen Microsoft dem Bericht zufolge vor, seine Marktmacht auszunutzen, um Daten über Kunden zu sammeln. Diese Informationen würden dem Konzern in einem zweiten Schritt dazu dienen, mit seiner dot Net-Strategie den Datenverkehr im Internet beinahe nach Belieben zu steuern und zu beherrschen. Damit verstoße der Konzern gegen den amerikanischen Trade Commission Act. Die Beschwerdeführer fordern deshalb die FTC auf, eine offizielle Untersuchung zur Datensammel-Praxis von Microsoft einzuleiten. Microsoft hat im Rahmen der dot Net-Strategie bisher zwei Programme angekündigt: Passport zur Authentifizierung von Internet-Surfern und Hailstorm für den Transfer von sensibler Daten.

Mit dem Anliegen, eine Untersuchung gegen Microsoft einzuleiten, eröffnet Epic im Streit um Windows XP eine dritte Front. Am Dienstag hatten namhafte US-Politiker, angeführt von New Yorks Senator Charles Schumer, gefordert, wegen unfairer Geschäftspraktiken den Verkaufsstart von Windows XP zu verhindern. Gleichzeitig warf die Firma Intertrust dem Software-Konzern vor, mit bestimmten Programm-Modulen Urheberrechte zu verletzen.

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