Vorwurf: Unerlaubte Absprachen
Verlierer wollen Wahlergebnisse in Montenegro nicht anerkennen

Predrag Bulatovic, Chef des pro-serbischen Blocks, will über angebliche Unregelmäßigkeiten des Wahlprozesses am Dienstag mit EU-Vertretern reden.

dpa BELGRAD/PODGORCIA. Zwei wichtige Teilnehmer der Parlamentswahlen in Montenegro wollen die Ergebnisse nicht anerkennen. Sowohl die pro-serbische Koalition "Gemeinsam für Jugoslawien", als auch der Liberale Bund (LS), der für die Unabhängigkeit kämpft, haben am Dienstag ihre Zweifel in die Regularität des Wahlablaufs geäußert. Die Koalition hat 40,06 und die LS 7,65 % der Stimmen bei der Wahl am Sonntag bekommen.

Predrag Bulatovic, Chef des pro-serbischen Blocks hat seinen Vertretern in den Wahlkommissionen die Anweisung gegeben, die Wahldokumente nicht zu unterzeichnen, schreibt die Zeitung "Vijesti" in Podgorica. Über die angeblichen Unregelmäßighkeiten des Wahlprozesses will Bulatovic am Dienstag mit EU-Vertretern reden.

Miodrag Zivkovic, LS-Chef, begründete seine Ablehnung der Ergebnisse mit einem angeblichen Geheimabkommen zwischen Bulatovic und der Pro-Unabhängigkeitskoalition "Sieg von Montenegro" des Präsidenten Milo Djukanovic. Die beiden Gegner sollen die Niederlage der Liberalen vereinbart haben, sagte Zivkovic nach einem Bericht des Belgrader Senders B-92. Der Djukanovic-Block hat 42,05 % der Stimmen bekommen und benötigt die Zusammenarbeit mit den Liberalen und zwei kleinen Albanerparteien, um eine Regierung zu bilden.

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