Vorzeitig beim Trainingsbeginn
Ricken kritisiert Rudi Völler

Weil der 26 Jahre alte Profi von Borussia Dortmund als einziger Feldspieler aus dem Kader bei der Endrunde nicht zum Einsatz gekommen war, will er ein Gespräch mit dem Teamchef führen.

HB DORTMUND. Lars Ricken hat sich kritisch über die Personalpolitik von Rudi Völler während der Fußball-Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea geäußert. "Da gibt es einiges aufzuarbeiten. Ich habe mich in Japan und Korea völlig professionell verhalten. Wenn man dann dermaßen keine Rolle spielt, dann hätte Völler für mich lieber ein 20-jähriges Talent mitnehmen sollen. Das hätte sich darüber bestimmt gefreut", sagte Ricken den "Ruhr Nachrichten" (Mittwoch-Ausgabe).

Anders als während der WM, wo der von Völler nachnominierte Mittelfeldspieler das Reservistendasein klaglos ertrug, machte Ricken am Ende seines knapp 14 Tage langen Urlaubs keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit. Gleichwohl habe der Ärger über die für ihn unbefriedigende WM in den vergangenen Tagen nicht auf die Stimmung gedrückt: "Ich habe den Urlaub trotzdem genossen, weil ich dort Frust weder auf- noch abgebaut habe. Als Profi hat man ohnehin immer weniger Zeit, sich über etwas zu ärgern oder etwas zu genießen."

Obwohl sein Club mit Nationalspieler Torsten Frings einen weiteren namhaften Mittelfeldspieler verpflichtet hat, fürchtet Ricken nicht um seinen Stammplatz: "Immer wenn ein Neuer kommt, stürzt so etwas auf mich ein. Das regelt sich alles von selbst, allein schon wegen der Unzahl der Pflichtspiele in Bundesliga, Pokal und Champions League." Seinen Anspruch untermauerte Ricken auf ungewöhnliche Weise: Freiwillig verzichtete er auf einige freie Tage und kehrte bereits am Dienstag wieder zum deutschen Meister zurück. "Ich bin jetzt schon wieder heiß auf Fußball. Schließlich habe ich über zwei Monate kein einziges Spiel mehr bestritten."

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