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Vossloh schraubt Umsatzprognose für 2004 zurück - Aktie sinkt

(dpa-AFX) Werdohl - Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh < VOS.ETR > hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2004 zurückgeschraubt, die Ergebnisprognose aber bekräftigt. Im ersten Halbjahr dieses Jahres setzte das Unternehmen trotz eines Gewinnrückgangs mehr um. Die Aktie verlor im frühen Handel 1,22 Prozent auf 36,30 Euro und war damit einer der schwächsten Werte im Mdax < Mdax.ETR > .

(dpa-AFX) Werdohl - Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh < VOS.ETR > hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2004 zurückgeschraubt, die Ergebnisprognose aber bekräftigt. Im ersten Halbjahr dieses Jahres setzte das Unternehmen trotz eines Gewinnrückgangs mehr um. Die Aktie verlor im frühen Handel 1,22 Prozent auf 36,30 Euro und war damit einer der schwächsten Werte im Mdax < Mdax.ETR > .

Wegen der Investitionszurückhaltung einiger Auftraggeber müssten "einige für dieses Jahr erwartete bedeutende Projekte in Folgeperioden verschoben werden", teilte die Vossloh AG am Dienstag in Werdohl mit. Der Konzern rechnet daher für das laufende Jahr mit einem Umsatz von 920 Millionen Euro, 40 Millionen weniger als zuvor erwartet.

Dennoch sollen durch Kosteneinsparungen beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) die prognostizierten 106 Millionen Euro erreicht werden, sagte Vorstandschef Burkhard Schuchmann. "Angesichts der in diesem Jahr fehlenden Sondererlöse, einer höheren Steuerbelastung und dem - entgegen den Erwartungen - niedrigeren Umsatz wäre ein solches Ebit mit einer Verbesserung von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr sehr beachtlich", betonte er.

Weitere Akquisitionen Geplant

Der Überschuss soll im Gesamtjahr um 2,5 Prozent auf 56,9 Millionen Euro steigen. Zudem bekräftigte Schuchmann, dass 2004 weitere Akquisitionen angestrebt seien. Trotz mancher Widrigkeiten würde sich das Jahr 2004 zu einem weiteren Erfolgsjahr in der Geschichte Vosslohs entwickeln. Im ersten Halbjahr steigerte der Verkehrstechnikkonzern seinen Umsatz um rund vier Prozent auf 407,1 Millionen Euro. Das Ebit sank von 49,1 auf 36 Millionen Euro. Der Überschuss lag mit 19,3 Millionen Euro klar unter dem Vorjahreswert von 31,1 Millionen Euro.

Vossloh begründete den Rückgang mit Verkaufserlösen, die im Vorjahreszeitraum angefallen sind. Ohne diese Sondereffekte ergab sich ein um 1,4 Millionen höheres operatives Ergebnis. Auch der Rückgang des Überschusses sei "ausschließlich auf die im Vorjahr angefallenen Sondererträge zurückzuführen", hieß es. Die Ebit-Marge liegt mit 8,8 Prozent auf dem Niveau des bereinigten Vorjahres.

Quartalsbilanz IM Rahmen DER Erwartungen

Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal von 207,9 auf 209 Millionen Euro und der Überschuss von 10,3 auf 10,8 Millionen Euro. Das Ebit sank von 20,2 auf 19,7 Millionen Euro. Nach Ansicht eines Aktienhändlers aus Düsseldorf entspricht die Quartalsbilanz von Vossloh den Erwartungen. Die Zahlen seien zwar etwas besser ausgefallen als erwartet, Vossloh habe aber die Prognose für den Gesamtjahresumsatz gesenkt, sagte er. Andererseits halte der Verkehrstechnikkonzern an der Ebit-Prognose fest. Insofern hielten sich die positiven und negativen Aspekte die Waage.

Zum 30. Juni 2004 beschäftigte der Vossloh-Konzern 4.339 Mitarbeiter und damit rund ein Prozent oder 44 Mitarbeiter mehr als zum Jahresende 2003.

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