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Vossloh startet Programm zur Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung

Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh hat ein konzernweites Programm zur Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung gestartet.

dpa-afx FRANKFURT. Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh hat ein konzernweites Programm zur Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung gestartet. Grund seien die schwierige Marktsituation der Bahnindustrie, gestiegene Stahlpreise, die ausbleibenden Diesellokausschreibungen sowie auch auf Vossloh übergreifende Probleme im Straßenbahngeschäft, sagte Vorstandschef Burkhard Schuchmann am Donnerstag in Frankfurt. Bis 2007 solle so das operative Betriebsergebnis je Mitarbeiter um über 30 Prozent steigen, auf Konzernebene um 20 Prozent. In 2005 würden die Maßnahmen das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit 13 Mill. Euro belasten, eine Belastung von sieben Mill. Euro komme durch die hohen Stahlpreise hinzu.

Das Programm werde sich vor allem auf den Lokomotivenbau-Standort Kiel auswirken, wo der Konzern insgesamt 30 Mill. Euro einsparen müsse. Dort müsse man sich auf eine "Halbierung des derzeitigen Lokbauvolumens einstellen", sagte Schuchmann. Die Produktion solle 2005 von derzeit 145 auf 82 Loks sinken. Die Personalkosten sollen um 13 Mill. Euro reduziert werden.

Der Konzern werde sich in Kiel in den erforderlichen Bereichen von den bislang beschäftigten Leiharbeitern weitgehend trennen. Auch ein Abbau eigener Mitarbeiter werde punktuell notwendig sein. Dabei konnte Schuchmann betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen. "Es ist noch nicht entschieden, auf welche Art der Abbau stattfinden wird, das kann eine Flexibilisierung der Arbeitszeit oder auch Lohnverzicht sein." Es werde gleichzeitig derzeit eine Produktionsverlagerung des Rohbaus aus den Hochlohn-Standorten in Niedriglohnländer geprüft. "Wenn wir es allerdings schaffen, die Stückkosten in Kiel zu reduzieren, werden wir nicht verlagern."

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