VPRT sieht Engagement der Netzbetreiber im Inhaltegeschäft mit Sorge
Fernsehverband mahnt beim Kabel faire Partnerschaft an

ddp BONN. Der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) will die Möglichkeiten des Breitbandkabelnetzes in fairer Marktpartnerschaft mit den Netzbetreibern nutzen. Nur gemeinsam könne es gelingen, das Breitbandkabel zur wichtigsten Infrastruktur der Informationsgesellschaft auszubauen, sagte VPRT-Präsident Jürgen Doetz am Freitag in Bonn auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes. Dennoch müsse auch künftig dafür gesorgt werden, einen angemessenen Zugang für Rundfunk und Mediendienste zum Kabel durch rechtliche Vorgaben sicherzustellen.

Der VPRT legte dazu ein neues Positionspapier zur Privatisierung des Breitbandkabelnetzes vor. Darin wird einerseits das große volkswirtschaftliche Potenzial des Breitbandkabels hervorgehoben, andererseits vor den Risiken gewarnt, die sich aus der Monopolstellung der Netzbetreiber in den jeweiligen Regionen und durch die Verflechtung der neuen Investoren mit den Inhalte-Anbietern ergeben. Doetz, zuvor für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt, verwies auf die Ankündigung, dass das amerikanische Medienunternehmen Liberty Media die restlichen sechs Kabelregionalgesellschaften in Deutschland erwerben will.

Damit zeichne sich eine neue Marktsituation ab. Im Unterschied zur Deutschen Telekom verfüge das vertikal strukturierte Unternehmen über eine Vielzahl von Beteiligungen an Programmgestaltern. Der VPRT teile die Sorge, dass die neuen Netzbetreiber eigene Programme bevorzugt einspeisen könnten, sagte Doetz.

Am Vortag hatte sich beim Verband der Fachbereich Multimedia konstituiert. Damit bestehen beim VPRT nach Abschluss der Strukturreform nunmehr die drei Fachbereichvorstände Fernsehen, Hörfunk und Multimedia.

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