Vulkan-Flüchtlinge kehren trotz Warnung zurück

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Vulkan-Flüchtlinge kehren trotz Warnung zurück

Trotz massiver Warnungen sind Zehntausende Flüchtlinge in die beim Ausbruch des Vulkans Nyiragongo zerstörten Stadt Goma im Osten Kongos heimgekehrt.

dpa NAIROBI/GOMA. Vertreter von UN - Hilfsorganisationen versuchten am Montag vergeblich, die Menschen davon abzuhalten. Wie eine UN-Sprecherin sagte, bleibe die Situation in Goma nach wie vor gefährlich. "Uns wurde gesagt, dass wir den Menschen auf keinen Fall zur Rückkehr raten sollen", erklärte Laura Melo, Sprecherin des UN-Welternährungsprogramms (WFP).

Es würden nicht nur weitere Lava-Ausbrüche des zehn Kilometer entfernten Vulkans befürchtet, es gebe in Goma auch noch immer keine Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln. Helfer warnten vor dem möglichen Ausbruch einer Cholera-Epidemie, da den Rückkehrern nichts anderes übrig bleibe, als das verschmutzte Wasser des angrenzenden Kivu-Sees zu trinken. Die Hilfsorganisation "Johanniter" wird an diesem Montag vier so genannte Notversorgungs-Kits zur medizinischen Behandlung der Flüchtlinge in die Region entsenden.

Ungeachtet der massiven Warnungen haben Zehntausende heimgekehrte Flüchtlinge bis zum Montag ihre erste Nacht in der von Lava zugeschütteten Stadt verbracht. Fünf Tage, nachdem die gewaltige Eruption des Nyiragongo bis zu 400 000 Menschen vertrieben hatte, scheint sich der Berg allmählich zu beruhigen. Augenzeugen berichteten zwar von einer Reihe schwächer werdender Beben. Der starke Lavafluss habe jedoch nachgelassen, hieß es.

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