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VW bekräftigt Prognose für 2001

Der Volkswagen-Konzern hält nach Worten von Finanzchef Bruno Adelt an seiner Prognose eines erneuten Gewinnanstiegs im Jahr 2001 fest. Die ersten fünf Monate hätten diese Prognose bestätigt, sagte Adelt laut Redetext auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Hamburg.

Reuters HAMBURG. Zugleich schränkte der Finanzchef ein, dass sich der deutsche Markt schwächer als erwartet entwickelt habe und deutlich unter Plan liege. Der Absatzrückgang im Inland sei jedoch durch höhere Exporte mehr als ausgeglichen worden, "allerdings ohne vollständige Ergebniskompensation". Es sei aber gelungen, Ergebniseinbußen im Inland durch die angekündigten Kostensenkungsprogramme zu neutralisieren. Zur Verwendung der zurückgekauften Aktien machte VW erneut keine Angaben. Der Kurs der VW-Aktie gab nach den Aussagen leicht nach.

Die Einsparungen seien umso wichtiger als die saisonbedingt schwächeren Monate sowie Produktanläufe noch bevor stünden, hieß es weiter. Außerdem seien die Entwicklungen der Wirtschaft in Nord- und Südamerika "noch nicht endgültig einzuschätzen. Dennoch bekräftigen Adelt als VW-Chef Ferdinand Piech erneut ihre Prognose für einen weiteren Rekordgewinn im Jahr 2001. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 hatte der Wolfsburger Volkswagen-Konzern den Umsatz um 13,8 % auf 167 Mrd. DM gesteigert, zugleich war das Vorsteuerergebnis um 37,5 % auf 6,7 Mrd. DM gewachsen. Der Reingewinn sprang um 144 % auf 4,0 Mrd. DM. Daraus soll den Aktionären eine auf 1,26 ? je Vorzugs- und 1,20 je Stammaktie erhöhte Dividende zufließen.

Piech machte erneut keine näheren Angaben über die mögliche Verwendung der rund zehn Prozent zurückgekaufter Aktien. Allerdings sei derzeit nicht geplant, diese wieder in den Markt zurückzugeben. Die sich Volkswagen bietenden Alternativen, wie zum Beispiel die Erhöhungen von Beteiligungen im Nutzfahrzeugbereich oder Kooperationen mit anderen Herstellern würden permanent geprüft. Schiere Größe allein erzeuge jedoch keine Vorteile und trage nicht automatisch zu einem höheren Unternehmenswert bei, sagte Piech.

Volkswagen hatte sich im vergangenen Jahr an dem schwedischen LKW-Hersteller Scania beteiligt. In der Branche wird vermutet, dass Volkswagen seinen Scania-Anteil erhöhen will. Bisher scheitert dies offenbar jedoch am Preis für weitere Anteile. Auf der Hauptversammlung will sich Volkswagen den Rückkauf von weiteren zehn Prozent eigener Aktien genehmigen lassen. Die Aktie der Volkswagen AG notierte am Donnerstagvormittag in einem freundlichen Börsenumfeld mit 59,50 ? 0,3 % unter ihrem Vortagesschluss.

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