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VW-Chef: keine Produktionskürzungen geplant - Cash-Flow verbessern

Europas größter Autokonzern VW sieht trotz der jüngsten Rückschläge bei den Neuzulassungen keinen Bedarf für erneute Produktionskürzungen. "Im Moment sieht unsere Programmplanung keine weiteren Kürzungen vor", sagte VW-Chef Bernd Pischetsrieder in der Mitarbeiterzeitung "Autogramm". Ganz auszuschließen sei dieser Schritt zukünftig aber nicht. Angesichts der unsicheren Konjunkturlage seien zuverlässige Prognosen nicht möglich: "Ob wir wollen oder nicht, wir müssen derzeit auf Sicht fahren."

dpa-afx WOLFSBURG. Europas größter Autokonzern VW sieht trotz der jüngsten Rückschläge bei den Neuzulassungen keinen Bedarf für erneute Produktionskürzungen. "Im Moment sieht unsere Programmplanung keine weiteren Kürzungen vor", sagte VW-Chef Bernd Pischetsrieder in der Mitarbeiterzeitung "Autogramm". Ganz auszuschließen sei dieser Schritt zukünftig aber nicht. Angesichts der unsicheren Konjunkturlage seien zuverlässige Prognosen nicht möglich: "Ob wir wollen oder nicht, wir müssen derzeit auf Sicht fahren."

Große Probleme räumte er im US-Geschäft ein: "Mit einem Auto, das wir zum Beispiel von Deutschland in die USA exportieren, können wir derzeit keinen Euro verdienen". Um dies zu ändern, werde das Modell Bora/Jetta künftig stärker im Dollarraum produziert (Mexiko). Vom vier Mrd. ? schweren Sparprogramm Formotion haben die Wolfsburger bis Ende Juli 473 Mill. ? umgesetzt.

Hoffen AUF Positiven Tarifabschluss

Zu den Kostensenkungen gebe es keine Alternative, sagte Pischetsrieder. VW habe seit Jahren einen negativen Cash-Flow: "Das heisst, wir leben momentan über unsere Verhältnisse." Zur am 15. September beginnenden Tarifrunde meinte er: "Ich hoffe für alle auf ein Ergebnis, das finanziellen Erfolg und damit Arbeitsplätze nachhaltig sichert." Der Konzern dürfe nicht darauf warten, "bis uns das Wasser bis zum Hals steht".

VW hatte im August in Deutschland Marktanteile verloren, die Zahl der Neuzulassungen der Marke VW brach um 26,6 % ein. VW begründete dies mit der zurückliegenden vierwöchigen Produktionspause. Die Werksferien waren verlängert worden. Der Auftragseingang im August habe mit 40 000 Fahrzeugen aber schon wieder um acht Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Pischetsrieder befürchtet nicht, dass die neue Mercedes A-Klasse und der BMW 1er den Golf gefährden können. "Ich glaube nicht, dass die beiden Wettbewerbermodelle uns beim Absatz des Golf behindern werden." Das US-Geschäft werde sich 2005 mit den Modellanläufen bei Passat und Bora/Jetta erholen. In Europa und Deutschland will VW mit dem in Südamerika erfolgreichen Fox wieder ein Auto unter 10 000 ? anbieten.

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