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VW-Chef Pischetsrieder korrigiert Preispolitik beim Golf

(dpa-AFX) Hamburg - VW-Chef Bernd Pischetsrieder hat gesteht Fehler bei der Preispolitik für den VW-Golf eingeräumt. In einem Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" sagte der Wolfsburger Konzernlenker, "die Hauptkritik richtet sich nicht gegen den Preis des Autos in seiner Grundausstattung, sondern gegen den Preis inklusive verschiedener Sonderausstattungen. Da haben wir Fehler gemacht, das werden wir ändern".

(dpa-AFX) Hamburg - VW-Chef Bernd Pischetsrieder hat gesteht Fehler bei der Preispolitik für den VW-Golf eingeräumt. In einem Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" sagte der Wolfsburger Konzernlenker, "die Hauptkritik richtet sich nicht gegen den Preis des Autos in seiner Grundausstattung, sondern gegen den Preis inklusive verschiedener Sonderausstattungen. Da haben wir Fehler gemacht, das werden wir ändern".

Die Sonderaktion, bei der alle Golf-Modelle seit Februar kostenlos mit einer Klimaanlage im Wert von 1225 Euro ausgestattet werden, laufe im September aus. Danach werde VW den Kunden "neue Ausstattungspakete anbieten", sagte der VW-Chef.

Händler Fordern Neue Verkaufshilfen

VW-Händler forderten unterdessen eine neue Verkaufshilfe. Die Klimaanlagen-Aktion müsse "durch eine wirtschaftlich vergleichbare Aktion kompensiert werden", sagte der Geschäftsführer des VW/Audi - Händlerverbandes, Michael Lamlé, in einem dpa-Gespräch. Der Golf V habe sich mit der Gratis-Klimaanlage "seinen Markt gemacht". Die Golf-Zahlen lägen zwar unter den Erwartungen, aber "durchaus erfreulich". Vom Golf V hat VW laut Pischetsrieder in neun Monaten rund 300 000 Stück verkauft. In diesem Jahr sollen 600 000 Wagen abgesetzt werden.

Um die Verluste im Nordamerika-Geschäft zu verringern, wird die Produktion des VW Jetta komplett nach Mexiko verlagert. Ab 2005 würden dort jährlich bis zu 150 000 Fahrzeuge zusätzlich gefertigt, sagte Pischetsrieder. Trotz des Sparprogramms will der VW-Chef an wichtigen Projekten festhalten. Der C1, ein Modell zwischen Passat und Phaeton, "wird gebaut", versicherte der VW-Vorstandschef.

Europas größter Autohersteller hatte wegen der anhaltenden Autoflaute seine Gewinnprognose für 2004 am Freitag deutlich gesenkt und rechnet nur noch mit einem operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen von 1,9 Milliarden Euro. Ursprünglich wollte der Konzern das Vorjahresergebnis von 2,5 Milliarden Euro übertreffen.

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