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VW fliegt wohl aus Eurostoxx 50 und Bayer steigt aus Stoxx 50 ab

Europas größter Autobauer Volkswagen hat nach Einschätzung von mehreren Analysten den Klassenerhalt im Eurostoxx 50 nicht geschafft. Die LRP sieht allerdings noch Chancen für den Verbleib von VW. Sicher scheint dagegen der Abstieg von Bayer aus dem Stoxx 50 . Die endgültige Entscheidung gibt der Indexbetreiber Dow Jones Stoxx am Mittwoch nach Börsenschluss bekannt.

dpa-afx FRANKFURT. Europas größter Autobauer Volkswagen hat nach Einschätzung von mehreren Analysten den Klassenerhalt im Eurostoxx 50 nicht geschafft. Die LRP sieht allerdings noch Chancen für den Verbleib von VW. Sicher scheint dagegen der Abstieg von Bayer aus dem Stoxx 50 . Die endgültige Entscheidung gibt der Indexbetreiber Dow Jones Stoxx am Mittwoch nach Börsenschluss bekannt.

Bei der Neubesetzung der deutschen Indizes seitens der Deutschen Börse am kommenden Freitag wird sich nach Einschätzung von Experten im DAX nichts ändern. TUI bleibt damit im deutschen Leitindex, während Puma dagegen trotz der höheren Marktkapitalisierung des Streubesitzes weiter auf seine Chance warten muss. Veränderungen wird es allerdings im Mdax und Tecdax geben. Die neue Zusammensetzung gilt ab 20. September.

Sanofi-Aventis-Bewertung Entscheidet Über VW-Abstieg

Zünglein an der Waage bei der Neubesetzung des Eurostoxx 50 und damit einem möglichen weiteren Verbleib von VW ist die Bewertung der fusionierten Sanofi-Aventis . Sollten bei der September-Auswahlliste bereits die Aktien des übernommenen französichen Konkurrenten Aventis zugerechnet werden, erscheinenen die beiden Pharmawerte Schering und Elan wegen spezieller Regeln bei der Branchenbewertung nicht in der Auswahlliste und verdrängen damit VW.

Hypovereinsbank-Experte Christian Stocker rechnet jedoch damit, dass Stoxx die Aventis-Aktien noch nicht hinzurechnet, so dass Schering und Elan vor VW auftauchen und die Papiere des Autobauers vom 59. auf 61. Platz verdrängen. Damit würde Volkswagen aus dem Eurostoxx 50 fliegen. Nach Berechnungen der LRP-Analysten Anke Keller landet VW dagegen auf Rang 59 und bleibt damit weiter im Eurostoxx 50. Sicher erscheint dagegen der mögliche Aufsteiger. Falls VW absteigt, würde der best platzierte Nicht-Indexwert Credit Agricole aufsteigen.

Bankensektor Würde BEI VW-Abstieg AN Gewicht Gewinnen

Damit würde der Bankensektor im Eurostoxx 50 weiter an Gewicht gewinnen. Er ist zurzeit nach Dow Jones Stoxx-Angaben mit einer Gewichtung von 19,1 % sowieso schon der am stärksten gewichtete Sektor. Zudem würden französische Aktien an Bedeutung gewinnen, deren Gewichtung derzeit bereits 32,4 % des Eurostoxx 50 ausmacht. Deutsche Papiere würden dagegen weiter verlieren - derzeit machen sie 21,5 % aus.

Aus dem Stoxx 50, der neben der Eurozone noch Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Schweden und die Schweiz berücksichtigt, steigt neben Bayer nach Berechnungen des HVB-Experten noch der niederländische Finanzkonzern Aegon ab. Aufsteiger seien LM Ericsson und Societe Generale .

Postbank UND Wincor Nixdorf IN Mdax

Mit der Deutschen Postbank und dem Technologieunternehmen Wincor Nixdorf rücken den Prognosen zufolge zwei erst kürzlich an die Börse gebrachte Unternehmen in den Mdax. Sie ersetzen wohl die von Procter & Gamble übernommene Wella AG und den Puppenhersteller Zapf Creation .

Weitere Veränderungen wird es nach Stockers Einschätzung nicht geben, obwohl Gildemeister die formalen Kriterien erfüllen würde. Anders als beim DAX lässt sich die Deutsche Börse beim Mdax und Tecdax jedoch noch eine Entscheidung offen. Hier entscheiden nicht die rein quantitativen Kriterien. Stocker glaubt daher, dass die Deutsche Börse die Aktien der comdirect sowie König + Bauer wegen der Indexkontinuität im Mdax belassen wird.

Im Tecdax dürften ab 20. September die Aktien von Bechtle , Funkwerk sowie Morphosys notiert sein. Medigene habe knapp den Aufstieg in den Technologie-Auswahlindex der Deutschen Börse verpasst, sagte Stocker. Sicherer Absteiger ist SAP Systems Integration , da das Unternehmen in den General Standard wechselt und zudem von SAP übernommen wurde. Zudem dürften sich auch FJH und SCM Microsystems aus dem Tecdax verabschieden. Falls Medigene doch den Aufstieg geschafft haben sollte, wären zudem noch Teles und Repower gefährdet.

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