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VW fordert Nullrunde - Neues Vergütungssystem ab 2005

Europas größter Autokonzern Volkswagen verlangt von seinen mehr als 100 000 Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken in den bevorstehenden Tarifverhandlungen eine Nullrunde. "Es besteht kein Spielraum für Entgelterhöhungen", sagte Personalvorstand Peter Hartz am Montag in Wolfsburg. Die IG Metall verlangt vier Prozent mehr Lohn und mehrjährige Jobgarantien. Ab 2005 will VW ein neues Vergütungssystem einführen.

dpa-afx WOLFSBURG. Europas größter Autokonzern Volkswagen verlangt von seinen mehr als 100 000 Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken in den bevorstehenden Tarifverhandlungen eine Nullrunde. "Es besteht kein Spielraum für Entgelterhöhungen", sagte Personalvorstand Peter Hartz am Montag in Wolfsburg. Die IG Metall verlangt vier Prozent mehr Lohn und mehrjährige Jobgarantien. Ab 2005 will VW ein neues Vergütungssystem einführen.

VW will zudem sein Vergütungssystem radikal vereinfachen. Von aktuell 22 Entgeltstufen und mehr als 400 Tätigkeitsbeschreibungen sollen lediglich zwölf Einkommensgruppen übrig bleiben, sagte Hartz. Hierarchien sollten abgebaut und so genannte "Job Families" eingeführt werden.

Das Einkommen bei VW soll künftig aus 70 % festen und 30 % variablen Anteilen bestehen. Das Volumen der Arbeitszeitkonten soll von jährlich 200 auf 400 Stunden ausgeweitet werden. Auszubildende sollen weniger verdienen, dafür will der Konzern die Zahl der Azubi-Plätze um 20 % erhöhen.

Das insgesamt sieben Punkte umfassende Konzept der Tarifrunde 2004 will Hartz in den kommenden sechs Jahren umsetzen. Damit könnte der Konzern seine Arbeitskosten um 30 % verringern. "Nun gilt es, parallel die Wettbewerbsfähigkeit der 176 544 Arbeitsplätze des Konzerns in Deutschland durch nachhaltige Tarifstrukturen zu sichern", sagte Hartz. VW müsse sich dem weltweiten Konkurrenzkampf stellen. "Vor allem der europäische Automarkt enttäuscht. Insbesondere in Deutschland zeichnet sich nach drei Jahren Stagnation noch immer keine Belebung ab."

Neue Wege wolle der Konzern in der Gesundheitsversorgung gehen. Die Mitarbeiter sollen "Gesundheitsbausteine" erhalten, mit denen medizinische Angebote und Versicherungsleistungen bezahlt werden können. "Im Gegenzug gleicht die Belegschaft die Krankheitskosten pauschal durch zusätzliche Arbeitszeit oder Verrechnung von Tarifleistungen aus", meinte Hartz.

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