VW
Kommentar: Katz und Maus

stw/HB Mario Monti lässt nicht locker. Auch nach dem Rekordbußgeld gegen VW hat er die Autopreise auf der Agenda behalten und will VW den zweiten Schlag versetzen. Danach dürfte der Zorn des EU-Wettbewerbskommissars noch andere treffen. Automanager maulen über diese Härte, aber sie lassen Monti keine Wahl. Ihre Versuche, nationale Märkte abzuschotten, um die Angleichung der Autopreise zu verhindern, waren allzu offensichtlich.

Als Argument dienen unterschiedliche Steuersätze. Weniger gern wird darüber geredet, warum zum Beispiel britische Händler relativ teuer einkaufen müssen: Der Markt der Rechtslenker ist durch die Technik abgeschottet. Wo es so einfach nicht geht, sollten Re-Importverbote den gleichen Zweck erfüllen. Das Ende der Gruppenfreistellungsverordnung für den Vertrieb wird die Quittung sein. Warum sollte man die Autobauer vom Kartellverbot ausnehmen, wenn sie daran vor allem den Missbrauch schätzen? Monti wird sich durchsetzen, und die Konzerne haben dann viel Zeit mit Katz-und- Maus-Spielen verbracht, statt ihre Vertriebe auf die Zukunft auszurichten.

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