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VW-Manager wird Nachfolger von Ziebart bei Autozulieferer Conti

(dpa-AFX) Hannover - Der Autozulieferer Continental < CON.ETR > hat einen Nachfolger für den bisherigen Vorstands-Vize und künftigen Infineon-Chef < IFX.ETR > Wolfgang Ziebart gefunden. Neues Conti-Vorstandsmitglied und Leiter der wachstumsstarken Sparte Automotive Systems werde der bisherige VW-Manager Karl-Thomas Neumann, teilte Continental am Mittwoch in Hannover mit.

(dpa-AFX) Hannover - Der Autozulieferer Continental < CON.ETR > hat einen Nachfolger für den bisherigen Vorstands-Vize und künftigen Infineon-Chef < IFX.ETR > Wolfgang Ziebart gefunden. Neues Conti-Vorstandsmitglied und Leiter der wachstumsstarken Sparte Automotive Systems werde der bisherige VW-Manager Karl-Thomas Neumann, teilte Continental am Mittwoch in Hannover mit.

Ziebart wechselt am 1. September als Vorstandschef zum Münchner Halbleiterkonzern Infineon. Nach Angaben eines Sprechers wird die Position des Vize-Vorstandes mit dem Weggang von Ziebart gestrichen. "Eine Neubesetzung ist nicht geplant", sagte er.

Der 43 Jahre alte promovierte Elektrotechnik-Ingenieur Neumann leitet bisher beim Autobauer Volkswagen die Entwicklung elektronischer Komponenten für die Markengruppe Volkswagen. Er ist zudem Chef der Elektronikstrategie für den Gesamtkonzern. In dieser Funktion berichtet Neumann direkt an VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder.

Werdegang

Neumann kam nach Stationen beim Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen und Systeme in Duisburg und bei Motorola in München und Austin/Texas (USA) 1999 zu Volkswagen nach Wolfsburg. Für die bei Conti Automotive Systems anstehende Herausforderung der Zusammenführung aktiver und passiver Sicherheitskomponenten sei vor allem Neumanns "starker Elektronikhintergrund, vor allem auf dem Wachstumsfeld der Mechatronik", von Bedeutung, hieß es.

Der Conti-Konzernbereich entwickelt Fahrzeugelektronik wie das Antiblockiersystem (ABS) und Elektronische Stabilitätsprogramme (ESP). Automotive Systems ist die umsatzstärkste Sparte von Conti. Im Gegensatz zu Ziebart wird Neumann aber kein stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Die Position des Conti-Vize war eigens für Ziebart geschaffen worden. Sie soll es es künftig nicht mehr geben.

Neumann solle zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Leitung von Automotive Systems übernehmen, hieß es. Das Präsidium des Conti-Aufsichtsrates habe dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, Neumann als Vorstandsmitglied zu berufen.

Conti hatte im ersten Quartal 2004 beim operativen Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Zuwachs von mehr als einem Drittel auf rund 247 Millionen Euro verzeichnet. Der Umsatz stieg um rund 6 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Die Halbjahreszahlen gibt der Autozulieferer am kommenden Montag (2.8.) bekannt.

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