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VW rechnet mit weiterem Wachstum

Der Volkswagen-Konzern hat im Jahr 2000 erstmals in seiner Geschichte mehr als 5 Mill. Autos verkauft. "Damit legten wir um 3,9 % zu", sagte VW-Vorstand Robert Büchelhofer am Montag in Detroit (USA) der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

dpa DETROIT/WOLFSBURG. Für das laufende Jahr rechnet der VW-Vertriebschef mit weiterem Wachstum. "Ich hoffe, dass wir auf diesem Rekordniveau nochmals zulegen können", meinte Büchelhofer am Rande der Automobilausstellung. Er geht davon aus, dass in Deutschland die Talsohle durchschritten ist und 2001 wieder mehr Autos abgesetzt werden als im vergangenen Jahr.

"Alle Marken haben 2000 zugelegt", betonte Büchelhofer. VW habe mit den abgesetzten 5 060 344 Autos seinen Weltmarktanteil von etwa 12 % leicht verbessern können. "Die Währung war dabei hilfreich." In diesem Jahr setze VW unter anderem auf den Raum Asien/Pazifik. Dort waren im vergangenen Jahr rund 430 000 Autos verkauft worden, 10 % mehr als 1999. In Japan hat VW 64 200 Fahrzeuge abgesetzt, die höchste Zahl eines Exporteurs überhaupt.

In den USA will VW nach 2000 als dem besten Jahr seit 1973 auch in diesem Jahr weiter zulegen. Trotz der erwarteten rückläufigen Konjunktur peile das Unternehmen ein Plus zwischen fünf und zehn Prozent an, sagte VW-Vorstand Jens Neumann. Die Marke VW habe im vergangenen Jahr mit mehr als 355 000 verkauften Autos in den USA das beste Ergebnis seit 1973 erzielt. Im Vorjahresvergleich sei dies ein Plus von 12,6 %. Der Konzern habe in den USA, Kanada und Mexiko mehr als 656 000 Fahrzeuge verkauft, ein Plus von 18,5 %.

Am besten lief in den USA der Jetta (knapp 145 000 Fahrzeuge) gefolgt vom Passat (knapp 85 000 bei einem Plus von 24 %) und der New Beetle (rund 81 000). Der in diesem Jahr angestrebte Zuwachs solle vor allem durch das neue Passat-Modell erreicht werden. Der Chef von Volkswagen of America, Gerd Klauss, sagte in Anspielung auf die Probleme der US-Autoindustrie, VW könne das Auf und Ab der Branche sehr gut nachvollziehen, weil das Unternehmen selber in seiner Geschichte von den höchsten Höhen in tiefe Täler abgestürzt sei.

In Detroit stellte Volkswagen eine Studie im so genannten Retrostil vor. Der "Microbus" knüpfe an die Tradition des vor 40 Jahren am US-Markt eingeführten VW-Busses an. Er unterscheidet sich deutlich vom in Deutschland gebauten T4 und zielt auf den US- Geschmack. Laut VW-Vorstand Neumann sei den Designern eine "Symbiose zwischen Original und Innovation" gelungen.

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