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VW steigert Absatz bis November - Prognose für Nordamerika bleibt

Der Wolfsburger Autokonzern Volkswagen hat seinen Absatz im laufenden Jahr leicht gesteigert und hofft im kommenden Jahr durch seine neuen Modelle auf einen weiteren Wachstumsschub. Das sagte Finanzchef Hans-Dieter Pötsch am Montag auf einer Analystenkonferenz.

dpa-afx WOLFSBURG. Der Wolfsburger Autokonzern Volkswagen hat seinen Absatz im laufenden Jahr leicht gesteigert und hofft im kommenden Jahr durch seine neuen Modelle auf einen weiteren Wachstumsschub. Das sagte Finanzchef Hans-Dieter Pötsch am Montag auf einer Analystenkonferenz. In Europa sollen unter anderem der Golf Plus und der Fox im kommenden Jahr auf den Markt kommen, in den USA rollen der neue Jetta und der neue Passat an.

VW hatte seinen Absatz von Januar bis November weltweit um 1,6 Prozent auf 4,608 Mill. Fahrzeuge gesteigert. Von der Markengruppe Volkswagen wurden mit 3,201 Mill. Fahrzeugen 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr (3,174 Mio) abgesetzt. Die Markengruppe Audi lag hingegen mit 1,111 Mill. abgesetzten Fahrzeugen um 1,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der aktuelle branchenweite Nutzfahrzeuge-Boom bescherte auch Volkswagen ein deutliches Absatzplus von 27,3 Prozent auf 296 000 Stück. In Europa und anderen Märkten lag der gesamte Konzern mit 2,936 Mill. ausgelieferten Fahrzeugen um 2,4 Prozent über Vorjahr.

In den USA hält der Konzern derweil an seiner bisherigen Prognose fest. "Der Ausblick ist weiterhin gültig", sagte Pötsch. Volkswagen will früheren Angaben zufolge in 2006 die Verlustzone in Nordamerika verlassen. In diesem Jahr werde voraussichtlich ein Minus von 1 Milliarde Euro anfallen. Wegen der neuen Modelle sei er sicher, "dass wir im kommenden Jahr ein verbessertes Ergebnis in Nordamerika erreichen und das auch in 2006 noch einmal verbessern können", sagte Pötsch. Der Absatz in Nordamerika war von Januar bis November um 10,7 Prozent auf 515 000 Fahrzeuge geschrumpft. Absicherung Gegen Schwachen Dollar

Daneben ließ zuletzt aber vor allem der schwache Dollar die Gewinne des Konzerns deutlich schrumpfen. Nach Angaben von Pötsch hat sich Volkswagen inzwischen für 2005 zu 60 Prozent gegen negative Währungseffekte abgesichert. In diesem Jahr sei der Konzern zu 80 Prozent gehedgt. Volkswagen hat sich inzwischen für ein verstärktes "Natural Hedging" entschieden - also für die Produktion von Waren im Dollarraum, wo sie auch verkauft werden. So wird im mexikanischen Werk in Puebla im kommenden Jahr neben dem New Beetle auch der Bora produziert. Weniger betroffen sieht sich VW hingegen von steigenden Stahlpreisen, gegen die der Konzern durch langfristige Kontrakte abgesichert sei. Bei der weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise sehe er aber kurzfristig keine Trendwende, sagte Pötsch.

Auch für das schwächelnde China-Geschäft, wo Volkswagen derzeit mit zunehmender Konkurrenz und einem harten Preiswettbewerb zu kämpfen hat, zeigte sich Pötsch optimistisch. "Wir werden in 2005 einen akzeptablen Gewinn in China erzielen."

Golf Plus

Unterdessen senkte der Konzern seinen Ausblick für den Golf Plus. Angepeilt seien mehr als 100 000 Auslieferungen an Kunden im kommenden Jahr, sagte der für Marketing und Vertriebs zuständige Executive Vice President Stefan Jacoby. Zuvor war noch von 150 000 Fahrzeugen die Rede gewesen. Jacoby wollte dies jedoch nicht als geringeren Optimismus verstanden wissen. Der Golf Plus werde "seinen Weg machen", betonte Jacoby. VW positioniert den Wagen zwischen Golf und Touran.

Volkswagen hatte zur Halbjahresbilanz sein Jahresziel gesenkt und rechnet nun mit einem operativen Gewinn vor Sonderposten in Höhe von 1,9 Mrd. Euro. Pötsch bestätigte, dass das Kostensenkungsprogramm "Formotion" in diesem Jahr Einsparungen von 1 Milliarde Euro und im kommenden Jahr 3,1 Mrd. Euro bringen soll. Nach früheren Angaben stehen den Einsparungen in 2004 aber Kosten in Höhe von 400 Mill. Euro entgegen.

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